Anbieterwechsel leichter als gedacht
Leipziger verschenken bares Geld bei ungünstigen Strom- und Gasanbietern
Nur 33 Prozent der Leipziger haben ihren Stromanbieter und 23 Prozent ihren Gasanbieter bisher gewechselt. Zu diesen Ergebnissen kam eine Umfrage, die von der TNS Emnid Medien- und Sozialforschung GmbH (Bielefeld) im Auftrag des Energieversorgers E WIE EINFACH Strom & Gas GmbH (Köln) im 4. Quartal 2009 durchgeführte wurde. Danach sind immerhin 65 Prozent nicht bereit, ihren Stromanbieter und 77 Prozent ihren Gasanbieter zu wechseln.
Außer in Leipzig wurden auch Berlin, Frankfurt a. M., Köln und München jeweils 500 Verbraucher zum Anbieterwechsel interviewt. Unter anderem wurde gefragt, ob der Strom- bzw. Gasanbieter bereits gewechselt wurde oder die Bereitschaft zu einem Wechsel vorhanden wäre.
"Die Ergebnisse waren für uns überraschend", so Roland Pause, Energieexperte der Verbraucherzentrale Sachsen. "Denn auch wenn die Zahlen nur eine Orientierung geben, könnte das unter Umständen bedeuten, dass auf den Freistaat Sachsen hochgerechnet rund 1,3 Millionen sächsische Haushalte in der Stromversorgung nicht unbedingt den preislich günstigsten Versorger haben." Unter der Voraussetzung, dass bei einem Wechsel durchschnittlich 50 Euro eingespart werden, verzichten die Sachsen damit auf ca. 65 Millionen Euro im Jahr.
"Dabei ist der Anbieterwechsel unkompliziert zu vollziehen", informiert Pause. Preisgünstige Angebote erhält man sofort, wenn man Postleitzahl und Stromverbrauch aus der letzten Jahresabrechnung in eine Stromanbietersuchmaschine eingibt. Vorsicht ist jedoch bei Vorkasse, Kautionen und Boni geboten. Diese sollten bei der Vorauswahl eines günstigeren Anbieters ausgeschaltet bleiben. Gegebenenfalls sollte der ausgewählte Versorger noch auf seiner Webseite oder per Hotline kontaktiert werden. Ein Online-Vertragsabschluss kann zusätzliche Rabatte ermöglichen. Und schon steht einem Wechsel nichts mehr im Wege. Wer noch nach einem Grundversorgungsvertrag beliefert wird, hat eine Kündigungsfrist von vier Wochen zum Monatsende. Wer noch länger an seinen alten Versorger gebunden ist, muss leider die Kündigungsfrist abwarten. Der neue Versorger teilt dann mit, wann die Versorgung bei ihm beginnt.
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