Zukunft der LVV
Podiumsdiskussion zur Kommunalwirtschaft in Leipzig
Wie sieht die Zukunft der Kommunalwirtschaft in Leipzig aus? Damit setzte man sich am Dienstag im Rahmen einer Podiumsdiskussion im Studio 3 auseinander. Doch dafür muss man sich zuerst die Frage stellen, vor welchen Herausforderungen man gegenwärtig steht.
»Wir haben im Grunde die gleichen Probleme zu lösen, wie die private Wirtschaft. Wir müssen wirtschaftlich arbeiten. Wir stehen an vielen Stellen im Wettbewerb mit den privaten Wirtschaftsunternehmen. Hinzu kommt, dass wir durch den Gesellschafter »Stadt Leipzig« in andere Regularien eingebunden sind. Für uns ist die wirklich große Herausforderung die Verbindung des privaten Wirtschaftens mit den Regularien der Kommune«, so der Vorsitzende der Geschäftsführung der Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Josef Rahmen.
Ein wichtiges Thema, das an diesem Abend diskutiert wurde, war der Stellenwert von privaten Unternehmen bei der Erfüllung von Ver- und Entsorgungsaufgaben in Leipzig.
»Wer jetzt immer sagt: Wir sollten privatisieren, der sollte auch mal darauf schauen: Was habe ich mit meinem Unternehmen davon, dass dieses kommunale Unternehmen nicht auf Verschleiß fährt, sondern regelmäßig investiert, Leitungen erneuert, Gleise neu verlegt, Kabel in die Erde bringt und Wasserkanäle saniert. Das sind alles Aufträge, die mit Hilfe privater Unternehmen umgesetzt werden«, so die Geschäftsführerin von ver.di Nordsachsen Ines Jahn.
Kernthema nach der Stadtratsentscheidung am 25. Januar war die Neuausrichtung der Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft. Nach dem beschlossenen Verkauf der perdata GmbH wurde auch hier die Frage gestellt, wie viel Privatisierung verkraftbar, aber vielleicht auch notwendig ist.
»Ich glaube persönlich, dass das ein richtiger Weg ist. Ein IT-Konzern, genauso wie der Telekommunikationskonzern HL komm ist keine Aufgabe, die eine Kommune alleine erfüllen muss. Hier ist sehr viel Geld notwendig, um zu wachsen. Da braucht man private Partner. Denn nur die können das Geld entsprechend zur Verfügung stellen. Natürlich muss sich der private Partner an den Standort binden und sich auch ehrlichen Herzens für Wachstum in dieser Region verpflichten«, so Geschäftsführer der T und T business consulting und Bürgermeister a.D. Holger Tschense.
Mit der Stadt Leipzig habe die LVV einen Gesellschafter, der hinter ihr steht, so ihr Geschäftsführer Josef Rahmen. Und wenn man es jetzt noch schaffe, den Konzern durch die Umstrukturierung zu optimieren, sei man für die Zukunft gut gerüstet.
zurück
Das könnte Sie auch interessieren
- Zahlen und Fakten aus Leipzig - Statistischer Bericht für das 4. Quartal 2011
- Bärlauchsammler aufgepasst ! - Bärlauchsammeln in geringen Mengen erlaubt
- Wilhelm-Wander-Schule wird saniert - Schule wird komplett denkmalgerecht erneuert
- Bericht über Gleichstellung - Stadt veröffentlicht Daten zur Gleichberechtigung von Mann und Frau
- Zentren wie Leipzig stärken - Finanzbürgermeister Bonew gegen Änderung des Kommunalen Finanzausgleichs
- die Entscheidung ist gefallen - Stadtrat beschließt Neuausrichtung des LVV-Konzerns
- Leipzig Fahrradstadt - Stadt will Radverkehr fördern
- Die Gewinner der Kalenderwoche 4 - Gewinn ein Essen im Studio 3
- Stadtrat entscheidet über LVV-Pläne - Entscheidung über Verkauf von perdata und die weitere Zukunft ist gefallen
- Business Brunch bei der HL komm - Technik für kleine und mittelständische Unternehmen
- perdata-Käufer präsentiert - Arvato will perdata zu 100 Prozent übernehmen
- »Zahl hat sich geändert, sonst nix!« - Geburtstagsfeier im Studio3
- »OBM komm raus!« - LVV-Mitarbeiter demonstrieren vor dem Neuen Rathaus
- Familieninfobüro öffnet öfter - Sondersprechstunde für Senioren
- Familieninfobüro öffnet häufiger - Sondersprechstunde für Senioren


