Weltmarktführer in Leipzig
Yamazaki Mazak eröffnet neues Technologiezentrum
Werden jetzt Formel 1-Wagen in Leipzig gebaut? Nein - allerdings kommen Schlüsselbauteile des Rennfahrzeugs von dieser Firma. Sie werden mit Maschinen des Weltmarktführers im Werkzeugmaschinenbau, Yamazaki Mazak, hergestellt - und dieser ist nun auch in Leipzig ansässig. Am Dienstag wurde das neue Technologiezentrum des Unternehmens feierlich eröffnet. Mazak ist der weltweit größte Anbieter von CNC-Drehmaschinen, Bearbeitungszentren und Fertigungssystemen.
»Den Weltmarktführer hier zu haben, ist etwas ganz Besonderes und nicht selbstverständlich. Wir haben uns drei Jahre bemüht, das Unternehmen Mazak für Leipzig zu interessieren. Wir sind sehr glücklich, dass wir heute und hier nach einem Jahr Bauzeit dieses wunderschöne Gebäude übergeben dürfen«, so Leipzigs Wirtschaftsbürgermeister Uwe Albrecht(CDU).
Zu der feierlichen Eröffnung war auch Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich erschienen und wünschte dem Unternehmen für die Zukunft viel Erfolg. Das Technologiezentrum stellt auch für die Stadt einen weiteren Schritt in der Wirtschaftsentwicklung dar. Bisher waren eher Dresden und Chemnitz Zentren für Maschinenbau.
»Es hat am Anfang vorerst wenig Einfluss auf den Arbeitsmarkt in Leipzig. Aber für die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Leipzigs ist es natürlich ein wichtiges Zeichen, dass in einer Periode, wo in anderen Regionen nur noch wenig investiert wird, ein internationales Unternehmen sagt: Wir wollen in Leipzig investieren! Das wiederum ist für andere Unternehmen und Branchen ein gutes Beispiel. Insofern geht davon ein wirtschaftlicher Impuls aus«, so Albrecht weiter.
Das Familienunternehmen Yamazaki Mazak wurde 1919 in Japan gegründet und wird inzwischen in der vierten Generation geführt. Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist die Nähe zu den Käufern.
»Wir haben eine Vielzahl von Kunden in den neuen Bundesländern. Deshalb ist es absolut Zeit gewesen, dass wir mit dem Technologiezentrum hier vor Ort sind. So können uns die Kunden mit einer Fahrtzeit von etwa zwei Stunden erreichen. Dann können sie in den Genuss von Schulungen oder Workshops kommen, die wir mit unseren Partnern anbieten. Hier werden neueste Technologien vermittelt«, so der Geschäftsführer von Yamazaki Mazak Deutschland Joachim Herberger.
Zur Eröffnung waren auch der Vorsitzende des Aufsichtsrates von Mazak und der stellvertretende japanische Botschafter angereist. Bei seiner Ansprache bedankte sich letzterer zudem für die Unterstützung Deutschlands nach der Erdbebenkatastrophe Anfang des Jahres. Yamazaki Mazak war von dem Ereignis nicht direkt betroffen.
»Keiner unserer Mitarbeiter war davon direkt betroffen. Allerdings traf es einige unserer Zulieferer, die in diesem Bereich angesiedelt waren. Das mussten wir kompensieren«, so Herberger weiter.
Das Technologiezentrum in Leipzig ist bereits das vierte, das von Mazak in Deutschland in Betrieb genommen wird und wird vorerst 8 bis 10 Mitarbeiter beschäftigen. Anlässlich der Eröffnung können sich Fachkunden auf einer dreitägigen Hausmesse informieren.
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