Warnstreik bei Reudnitzer Brauerei
Protest gegen Pläne des Arbeitgeberverbandes
Im Leipziger Brauhaus zu Reudnitz hatte die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) die Belegschaft für den frühen Mittwochmorgen zu einem Warnstreik aufgerufen. Wie die NGG in einer Pressemitteilung erläuterte, soll mit dem Ausstand gegen Pläne des Arbeitgeberverbandes protestiert werden, nach denen die Beschäftigten in eine Stamm- und eine Randbelegschaft aufgespalten werden sollten. Dies wollten die Arbeitgeber in einem neuen Bundesrahmentarifvertrag Brauereien verankern.
Nach Angaben der NGG sollen Außendienstmitarbeiter, Sekretärinnen, Staplerfahrer und kaufmännische Angestellte ohne Sachbearbeiterstatus künftig geringere Vergütungen bekommen. Auch eigene Niedriglohngruppen seien möglich.
»Der deutsche Brauerbund will Beschäftigte erster und zweiter Klasse, keinen Schutz vor Outsourcing, Wegfall der Leistungszulage und keine Beschäftigungssicherung«, sagte der für die Region Leipzig-Halle-Dessau zuständige NGG-Geschäftsführer Jörg Most. Dies sei nicht akzeptabel. Vielmehr müsse der Bundesrahmentarifvertrag als bundesweiter Flächentarifvertrag erhalten bleiben und für alle Tätigkeiten und Beschäftigten der Brauereien gelten.
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