VNG: ein Projekt für die Zukunft
1. Spatenstich für UGS Katharina bei Peißen
Erster Spatenstich für UGS Katharina bei Peißen/Bernburg (Sachsen-Anhalt). Die Verbundnetz Gas AG (VNG) importiert seit über 35 Jahren russisches Erdgas nach Deutschland. Als zuverlässiger Partner steht ihnen dabei die russische Gazprom AG zur Seite. Im Jahr 2007 beschlossen beide die gemeinsame Erbauung eines Untergrundgasspeichers (UGS). Am Freitag wurde nun der ersten Spatenstich für den UGS Katharina von den Vertretern des Gemeinschaftsprojektes gefeiert.
»Es wird so weitergehen, wir werden insgesamt 12 Gaskavernen bauen. Zwei sind bereits fertig und zehn weitere werden nun folgen. Die Bauzeit zieht sich über einen langen Zeitraum. Die letzte Kaverne wird im Jahr 2024 fertiggestellt«, so Detlef Weidemann, Geschäftsführer der Erdgasspeicher Peißen GmbH.
Nach der Fertigstellung wird ein Arbeitsgas-Speichervolumen von fast 600 Millionen Kubikmetern zur Verfügung stehen. Die Verbundnetz Gas AG (VNG) betreibt im Speicherbereich bereits vier Standorte - in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg - mit einer Gesamtkapazität von insgesamt 2,5 Milliarden Kubikmeter. In unmittelbarer Nähe zu einem der größten Erdgasspeicher der VNG in Bernburg wird nun der UGS Katharina entstehen.
»Aufgrund der geologischen Gegebenheiten hat es sich hier besonders angeboten. Wir werden im Bernburger Sattel, eine Salzformation, die in 500 bis 700 Meter Tiefe liegt, sohlen. Wenn man einen Speicher baut, muss man sich natürlich nach der Geologie richten«, so der Vorstandsvorsitzende der VNG Dr. Karsten Heuchert.
Auch der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt Dr. Reiner Haseloff lies es sich nicht nehmen, beim ersten Spatenstich dabei zu sein. Schließlich geht es um eine beachtliche Investitionssumme von rund 350 Millionen Euro, die in das Projekt USG Katharina fließen werden.
»Das Volumen würde reichen um Sachsen-Anhalt ein ganzes Jahr mit Energie zu versorgen - natürlich wird der Speicher auch Teile Deutschlands und Europas versorgen - aber dies nur mal, um ein Gefühl dafür zu vermitteln, was dahinter steht. Und ich bin froh, dass diese Auftragsvolumina, die damit zusammenhängen, in der Region bleiben und dass die gemeinsame GmbH von VNG und Gazprom in Halle ihren Sitz hat und damit die gewerbesteuerlichen Einnahmen in Sachsen-Anhalt bleiben«, so Dr. Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt.
Die Rolle von Erdgas werde in der Zukunft weiter zunehmen, schätzt VNG-Chef Heuchert. Auch wenn die »Erneuerbaren« in allen Energiekonzepten eine führende Rolle einnehmen, wird Erdgas weiterhin als wichtiger Energielieferant gebraucht werden.
»Denn, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht, dann müssen wir auch versorgt werden. Und dafür steht Erdgas als ein umweltfreundlicher, zuverlässiger und langfristig verfügbarer Energieträger zur Verfügung«, erklärt Dr. Karsten Heuchert.
Nur etwa 15 Prozent des Erdgases in Deutschland stammen aus heimischer Förderung. Der Rest wird importiert und in Speichern gelagert, bevor es an die Endverbraucher geliefert wird. Die VNG und Gazprom leisten mit dem Bau des UGS Katharina einen weiteren wichtigen Beitrag für eine sichere Erdgasversorgung.
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