PC-Ware schreibt 17 Millionen Euro ab - Gewinn sinkt dramatisch
Der Leipziger IT-Dienstleister PC-Ware hat in seinem ersten Geschäftsjahr nach Weggang von Firmengründer Knut Löschke die Bilanz bereinigt. Insgesamt wurden frühere Sondereffekte in Höhe von 17 Millionen Euro abgeschrieben, wie Finanzvorstand Thomas Reich am Mittwoch in Leipzig erklärte. Darunter fielen insbesondere zunächst hoch angesetzte Ertragserwartungen zugekaufter Firmen, die jetzt auf einen Schlag reduziert wurden. Das Betriebsergebnis (EBIT) sank dadurch drastisch von 12,9 Millionen auf 300 000 Euro.
Das erste Quartal des Geschäftsjahres verspricht nach Angaben des Unternehmens jedoch eine deutlich positivere Entwicklung: Das EBIT kletterte wieder in die Gewinnzone und stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10,4 auf 3,1 Millionen Euro. «Die Reorganisation des Unternehmens ist gut gelungen», sagte Reich.
PC-Ware war 1990 von Knut Löschke gegründet worden. Das Unternehmen entwickelte sich schnell zu einem der wichtigsten IT-Unternehmen der neuen Länder, momentan arbeiten weltweit rund 1700 Frauen und Männer für das Unternehmen. Im Oktober 2008 übernahm die Raiffeisen Informatik GmbH, Wien, das Leipziger Unternehmen, Löschke schied knapp ein Jahr später bei PC-Ware aus.
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