Medientreffpunkt Mitteldeutschland
Medien in Bewegung
Am Mittwoch ging in der »media city leipzig« der »Medientreffpunkt Mitteldeutschland« zu Ende. Das Leitthema der diesjährigen Veranstaltung lautete »Medien in Bewegung - Vielfalt, Mobilität, Strukturen«. Vom 7. bis 9. Mai diskutierten namhafte Experten aus Medien, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft auf rund 40 Panels die aktuellsten Fragen und neuesten Trends der Medienbranche. Das Thema HbbTV spielte dabei eine große Rolle - und was man damit z.B. alles machen kann.
»Wir zeigen heute hier unsere 2nd-Screen Anwendung für HbbTV. Wir haben uns überlegt, wie kann man die Internet und Broadcast Technologie mit den Smart Phones von heute verbinden? Diese Lösung sieht so aus, dass man sein Smart Phone in der Hand hat, dieses mit dem Fernseher synchronisieren kann und dann damit das TV-Gerät steuern kann. Oder wenn Ihnen eine Werbung gefällt, bzw. Sie wollen mehr Informationen, drückt man einen Knopf auf der Fernbedingung und bekommt diese auf sein Mobilgerät gesendet«, sagte Christian Siehler von der HTWK Leipzig und vom HbbTV Projekt.
Die Digitalisierung ist für die Medienbranche ein wesentlicher Motor. Nach der schon fortgeschrittenen Abschaltung des analogen Fernsehens entstehen in der digitalen Welt völlig neue Anwendungen und neue Verwertungsmodelle. So werden Kapazitäten für neue Angebote geschaffen und Chancen für mehr Vielfalt geboten.
»Das ist das Thema Smart TV. Wie bekomme ich Regional-TV oder allgemeine TV-Inhalte auf Connected Devices, also Fernseher mit Internetanschluss auch über die bestehenden Verbreitungsplattformen. Dazu haben wir ein Lösung komplett für die Veranstalter entwickelt, die wir hier vorstellen. Im Moment noch in einer Präsentation«, erklärte Henrik Hoffmann von Media Broadcast.
Es ging um Fragen wie: Welche Strukturen sind von Nöten, um die Vielfalt der Branche zu bewahren und welche Rolle hat die zunehmende Mobilität der Nutzer? Zur Sprache kamen wie gewohnt auch aktuelle politische, gesellschaftliche und technische Aspekte.
»Unser Institut für Marktforschung in Leipzig hat vor zwei Jahren die Einstellung der Bevölkerung zum lokalen Fernsehen untersucht. Wir haben festgestellt, dass die meisten Menschen die Lokalfernsehen empfangen können, es regelmäßig nutzen. Und ganz wichtig: sie nutzen es gerne. Weil die regionalen Informationen für viele immer noch wichtig sind«, sagte Helga Weißbecker vom Institut für Marktforschung GmbH.
Man sieht: gerade im Bereich der lokalen Fernsehsender tun sich für viele Anbieter neue Möglichkeiten auf, das Programm zu verbreiten. Das Publikum ist da, die Technik wird immer besser - nun ist es an den Sendern, ihre Chance zu nutzen.
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