Josef Rahmen zum KWL Finanzskandal
Zwei unter dem Vorwurf der Bestechung verhaftete Manager des Finanzdienstleisters Value Partners haben zum Millionen-Skandal bei den Leipziger Wasserwerken Geständnisse abgelegt. Was ihnen vorgeworfen werde, hätten sie eingeräumt, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Dresden am Donnerstag. Weitere Einzelheiten nannte er nicht. Die Stadt Leipzig sieht sich in ihrem Vorgehen bestätigt, die Rechtsmäßigkeit der Verträge anzufechten.
»Ich glaube das erste Ziel ist jetzt, dass die Staatsanwaltschaft das Ganze strafrechtlich aufarbeitet«, sagte Josef Rahmen, Vorsitzender der Geschäftsführung LVV. »Wir sind ja an der zivilrechtlichen Aufarbeitung dran. Das klar wird, das diese Verträge so für die KWL nicht bindend sind, also nichtig sind. Dann wird man in den nächsten Schritten schauen, wie wir den Schaden der uns durch zusätzliche Aufwende und interne Prozesse entstanden ist geltend machen können. Das wird noch ein Herausforderung sein.«
Die Firma Value Partners war als Berater und Vermittler von hochriskanten Spekulationsgeschäften zwischen der KWL und der Schweizer Großbank UBS aufgetreten. Sollten die Geschäfte als rechtsgültig anerkannt werden, müssen die KWL Zahlungsaufforderungen in Höhe von 290 Millionen Euro nachkommen.
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