Filmproduktion hat einen guten Stand
der 5. Filmsommer Sachsen diskutiert über die Entwicklung der Filmproduktion in Sachsen
Quo vadis Filmlandschaft Mitteldeutschland? Diese und andere Fragen wurden am Donnerstag im Mediencampus diskutiert. Dieser beherbergte den 5. Filmsommer Sachsen. Hier sprachen die wichtigsten Akteure der Film- und Medienlandschaft über den aktuellen Stand der Branche in Mitteldeutschland.
»Es ist natürlich ein Treffen vom Filmverband Sachsen. Wir wollen einfach die Leute zusammenbringen. Wir haben bisher nur eine Mitgliederversammlung im Jahr gehabt und jetzt haben wir die Möglichkeit, im Sommer mit dem Leuten intensiv ins Gespräch zu kommen. Ich glaube, es gelingt uns seit Jahren sehr gut«, freute sich Katrin Thomas, Vorstandvorsitzende des Filmverbandes Sachsen
Als Ausgangspunkt wurde die sehr positive Entwicklung der Filmproduktion und die Qualität der Produktionen mit mitteldeutscher Handschrift unterstrichen. Hier hat sich der Mitteldeutsche Rundfunk als größter Auftraggeber erwiesen, da ein großer Teil der Filme durch ihn entsteht. Aber auch die kleinen Produzenten wollen sich einen Namen machen, was ihnen nicht immer gelingt und wenn, dann mit großem Aufwand und Hindernissen auf dem Weg. In dieser Hinsicht drehte sich die Debatte darum, wie man neue Förderungskonzepte suchen und neue Lösungen finden kann, um die Filmproduktion flexibel und attraktiver zu machen.
»Wir haben einen sehr guten Stand, eine gute Basis, geniale Filmemacher, was uns noch fehlt, ist, in die großen Produktionen einzusteigen und was dann noch ansteht, das habe ich immer wieder betont, ist einfach Vermarktung und Präsentation. Uns muss es gelingen, uns internationaler zu vermarkten, damit man auf das Filmland Sachsen schaut«, so Thomas.
Parallel dazu steht die Frage, wie man den mitteldeutschen Nachwuchs nach vorne bringen kann. Da ging die Debatte unvermeidlich auf das Geld. Denn das Hauptproblem der jungen Regisseure und Künstler ist es immer wieder, an Geld zu kommen, um ihre Ideen in die Tat umzusetzen. Da spielt wieder der MDR eine große Rolle für die Verbreitung. Die Vertreter des MDR unterstrichen allerdings, dass es Grenzen gebe. Nicht alle Ideen könnten gefördert werden und oft müssten sie rentabel für das Unternehmen sein. Ein weiterer Vorschlag in der Diskussion: man müsse ein Netzwerk zwischen allen Akteuren aufbauen.
»Ich denke, wir haben eine riesige Chance in der Vernetzung. Wenn sie in öffentlich-rechtlichen Fernsehen wie im MDR anerkannt werden würde«, sagte Thomas.
Das Fazit der Veranstaltung war allerdings positiv. Die Film- und Medienlandschaft kommt gut voran und nähert sich den großen Filmproduktionsstätten wie Hamburg und München an. Jetzt rücke die Frage, ob man mehr Fördermittel braucht, in den Hintergrund. Wichtig sei es nun, wie sie verteilt werden sollen, damit alle davon profitieren.
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