Bauernverband rechnet mit Verlusten bei Getreideernte
Die sächsischen Bauern rechnen mit teils erheblichen Verlusten bei der diesjährigen Getreideernte. Als Folge unbeständiger Witterung verzögere sich der Abschluss der Erntearbeiten um bis zu drei Wochen, sagte der Geschäftsführer des Sächsischen Landesbauernverbands, Jörg Hilger, am Donnerstag in Dresden auf ddp-Anfrage. Darunter leide die Qualität, entsprechend würden die Erlöse sinken. Normalerweise seien die Felder bereits Anfang September abgeerntet.
Abgeschlossen ist den Angaben zufolge die Ernte von Wintergerste. Dabei liege der Ertrag fünf Prozent unter dem Vorjahresniveau. Mit Einbußen von bis zu 25 Prozent rechnet der Geschäftsführer bei Winterweizen und Winterraps. Im Schnitt seien erst 60 Prozent der Flächen abgeerntet. Bei Roggen sind es laut Hilger 70 Prozent. Die Einbußen schätzt er auf bis zu 20 Prozent.
Wegen Regenwetters könnten die Erntefahrzeuge die Felder nicht befahren. «Es mussten bereits Traktoren aus dem Matsch gezogen werden», sagte der Geschäftsführer. Die Feuchtigkeit verursache auch höhere Kosten fürs Trocknen des Getreides.
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