Woche der Wahrheit bei den Eagles
Es wird ernst für die Eagles: Den sportlich wie finanziell angeschlagenen Bundesliga-Basketballerinnen des BBV Leipzig steht eine Woche der Wahrheit bevor. Erst trifft der Tabellenelfte am Sonntag im Abstiegskrimi auswärts auf Schlusslicht BG Donau-Ries (16 Uhr), dann steigt am Donnerstag (28. Januar) das Benefizspiel mit dem Deutschen Handball-Meister HC Leipzig (19.30
Uhr, kleine Arena). Damit fällt zugleich der Startschuss für die Online-Versteigerung der Porträts, die BBVL-Präsidentin Monika Seidel von den HCL-Spielerinnen und den Eagles gemalt hat.
Doch zunächst geht es ums sportliche Überleben. „Ohne einen Sieg gegen Donau-Ries wird es schwer“, umreißt Eagles-Coach Ritz Ingram den Stellenwert des Spiels. „Es ist die einzige Möglichkeit, Anschluss zu halten.“ Von nun an hätten fast alle Partien entscheidenden Charakter. Gleiches gilt aber auch für die Bayern. Deshalb rechnet Ingram mit einem harten Schlagabtausch.
„Donau-Ries wird alles einsetzen, wir aber nicht weniger.“ Dessen sei sich auch das Team bewusst. "Wir haben hart trainiert und müssen einfach gewinnen", sagt Jenny van Doorn, die vergangenes Wochenende beim Lehrgang der U20-Nationalmannschaft in Heidelberg weilte. Gut zu wissen, dass Ingram für das Unternehmen vierter Saisonsieg der komplette Kader zur
Verfügung steht. Sowohl Christine Grevenstette, die wegen Schmerzen im Knie fünf Tage pausieren musste, als auch Barbora Homolova, die ihre Meniskus-OP gut überstanden hat, können spielen. „Das gibt uns wichtige Optionen“, so der Trainer. Und auch Stimmung und Einstellung des Teams seien trotz der momentanen Situation gut, wozu vor allem Neuzugang Amy Sanders viel beigetragen habe.
Zur weiteren Aufhellung der Stimmung bei den Eagles soll zudem das Benefizspiel gegen den HCL beitragen. Denn der Eintritt von fünf Euro pro Person kommt komplett dem durch den Absprung von Sponsoren finanziell gebeutelten BBVL zugute. Bei der Aktion unter dem Motto „Frauen gemeinsam gegeneinander“ messen sich beide Teams im Basketball und die Trainer werden zu Schiedsrichtern.
Dass HCL-Manager Kay-Sven Hähner dem bunten Treiben trotz des durch das Erreichen der Champions-League-Hauptrunde enger geworden Zeitplans zugestimmt hat, freut Monika Seidel: „Ich finde es gut, dass der HCL uns hilft und hoffe auf zahlreiches Erscheinen der Fans.“ Weitere Hoffnung setzt die 63-Jährige in die Online-Versteigerung der von ihr selbst gemalten Porträts der HCL-
Spielerinnen und der Eagles, die im Anschluss an das Benefizspiel starten wird. „Damit betreten wir absolutes Neuland und werden sehen, ob dabei etwas Zählbares herauskommt.“
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