Wieder den Faden verloren

Die Bundesliga-Basketballerinnen des BBV Leipzig warten weiter auf ihren zweiten Sieg anno 2010. Am Samstagabend kassierten die Eagles eine bittere Heimniederlage und unterlagen dem Herner TC vor 250 Zuschauern in der Sporthalle Brüderstraße 69:76 (37:40). Dabei hatte das Team von Trainer Ritz Ingram den Gegner zu Beginn fest im Griff, verlor dann aber den Faden und konnte die Partie trotz großem Kampf am Ende nicht mehr drehen. Zudem lag die Last auf zu wenigen Schultern – Elena Diaz, Amy Sanders und Mara Höfer erzielten zusammen 58 der 69 Punkte. Damit steckt der BBVL fünf Spieltage vor Schluss weiter mitten im Abstiegskampf.  

Wieder den Faden verloren

Die Bundesliga-Basketballerinnen des BBV Leipzig warten weiter auf ihren zweiten Sieg anno 2010. Am Samstagabend kassierten die Eagles eine bittere Heimniederlage und unterlagen dem Herner TC vor 250 Zuschauern in der Sporthalle Brüderstraße 69:76 (37:40). Dabei hatte das Team von Trainer Ritz Ingram den Gegner zu Beginn fest im Griff, verlor dann aber den Faden und konnte die Partie trotz großem Kampf am Ende nicht mehr drehen. Zudem lag die Last auf zu wenigen Schultern – Elena Diaz, Amy Sanders und Mara Höfer erzielten zusammen 58 der 69 Punkte. Damit steckt der BBVL fünf Spieltage vor Schluss weiter mitten im Abstiegskampf.
„Wir haben gut angefangen, dann wieder den Faden verloren und nicht mehr wirklich ins Spiel zurückgefunden“, lautete das Fazit von Team-Kapitän Tanja Maciej. „Dabei war ich mir sicher, dass wir gewinnen.“ Warum man die Spannung nie bis zum Schluss halten könne, wisse sie aber auch nicht. „Jetzt wird es immer schwerer. Wir stehen hinten drin und jeder Sieg zählt.“ Das weiß auch
Coach Ingram: „Mit jeder Niederlage wächst der Druck. Wir kämpfen jetzt ums nackte Überleben.“
Den enormen Leistungsabfall zwischen den ersten beiden Viertel konnte er aber auch nicht erklären. Dabei begann alles nach Plan. Die Eagles führten rasch 5:0, ließen Herne keine Chance sich zu entfalten und erarbeiteten sich einen Elf-Punkte-Vorsprung (18:7, 6.), den sie aber nicht in die Viertelpause bringen konnten (25:18). Doch bereits jetzt zeigte sich, was den Adlern später das
Genick brechen würde: Neben der mangelnden Chancenverwertung erzielte das Trio Diaz, Sanders und Höfer 24 der ersten 25 Punkte. Konnten die Eagles in Abschnitt zwei zunächst auf 31:20 (13.) erhöhen, öffnete man dem Gegner durch Fehler und dumme Fouls wieder Tür und Tor. Angetrieben von den „alten“ Hasen Katja Zberch (15 Punkte) und Minja Terzic (26) kam Herne näher, ehe die beiden US-Girls Brianne O’Rourke und Carlene Hightower die Partie zur Pause drehten (37:40).
Nach dem Seitenwechsel konnte Zberch gleich mehrfach unbedrängt einnetzen. Doch der BBVL kämpfte, gab nicht klein bei und als Eigengewächs Katrin Rösner am Viertelende zum 51:54 traf, keimte Hoffnung. Im Schlussabschnitt blieb es eng und Höfer glich sogar zum 63:63 aus (37.). Doch wie schon zuvor glänzten die Eagles in der entscheidenden Phase nur durch zwei Dinge: Fehlpässe und unclevere Offensiv-Aktionen. Herne hingegen machte die Räume für Sanders, Diaz und Höfer geschickt eng, so dass sie sich nun jeden Punkt hart erarbeiten mussten, aber niemand bekam Terzic unter Kontrolle. So entschied die serbische Centerin mit drei Treffern aus der Nahdistanz die Partie fast im Alleingang. Damit bleibt dem BBVL nur die Hoffnung auf das nächste Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten Rhein-Main Baskets am Sonnabend (20.30 Uhr, SH Brüderstraße).
BBVL: Diaz (22 Punkte, 7 Rebounds, 5 Steals), Sanders (19, 12, 5), Höfer (17), Tajkov (6), Grevenstette (2), Rösner (2), Ta. Maciej (1), Flasarova (6 Reb.), van Doorn, Homolova, Opel, Ti. Maciej.
 





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