Uni-Riesen verlieren erstes Heimspiel
Vorsichtiger Optimismus oder vage Hoffnung - die USC-Basketballer wussten vor ihrem ersten Heimspiel in der zweiten Bundesliga Pro B noch nicht, wo sie standen. Zum Saisonstart hatte es auswärts in Leverkusen eine 67-99-Niederlage gehagelt, dennoch wollten die Uni-Riesen am Samstag zu Hause den ersten Sieg einfahren. Mit Spots Up Medien Braunschweig stand ein Mittelklasse-Gegner auf dem Feld - die Braunschweiger hatten die vergangene Saison als Tabellenelfter beendet.
Zu Beginn der Partie beide Teams mit Problemen: Pässe und Würfe gingen häufig daneben. Bis zur 7. Minute konnten die Uni-Riesen mithalten, dann aber fanden die Braunschweiger besser ins Spiel und gingen in Führung.
Die rund 400 Zuschauer in der kleinen Arena mussten mit ansehen, wie die Uni-Riesen stetig weiter in Rückstand gerieten. Zu überlegen waren die Braunschweiger personell - schon im ersten Viertel konnten sie mit zehn Spielern locker rotieren, während die Leipziger erstmal mit sechs auskommen mussten.
Ärgerlich: selbst bei Freiwürfen verschenkten die Leipziger viele Punkte - für Cheftrainer Dimitris Polychroniadis ebenso unverständlich wie die ein oder andere Schiedsrichterentscheidung. 38 zu 51 hieß der Zwischenstand zur Halbzeitpause.
Diesen Rückstand holten die Leipziger auch nach der Pause nicht mehr auf. Zu offensichtlich die fehlende Erfahrung der Mannschaft - im Zusammenspiel, aber auch im Umgang mit höherklassigen Gegnern als noch in der vergangenen Saison. Die Braunschweiger waren durchsetzungsfähiger und sicherer unterm Korb, verwandelten 80% ihrer Versuche in Treffer. Bei den Uni-Riesen lag die Trefferquote mit 43% deutlich niedriger - 25 Punkte Rückstand waren es am Ende des dritten Viertels.
Im letzten Viertel zeigten die Leipziger mehr Einsatz und Biss. Den Rückstand konnten sie zwar nicht wettmachen, aber immerhin wurde er auch nicht größer: 73-98 hieß es am Ende - eine schmerzvolle, aber verständliche Niederlage.
»Die Mannschaft muss sich insgesamt erstmal finden«, konstatiert Vereinschef Werner Scholz. »Das heißt also: das perfekte Zusammenspiel hat ja nun vollständig gefehlt - das liegt aber natürlich auch immer am Gegner. Wer mehr Druck auf den anderen ausüben kann, der bekommt Oberwasser, kann den Ball laufen lassen, und der kann dann natürlich auch sein Spiel durchziehen.«
Durchziehen ist derzeit schwierig für die Uni-Riesen, die personell noch immer eher unterbesetzt sind.
»Wir müssen schauen, welcher Spieler noch zur Verfügung steht - da gibt es schon noch den ein oder anderen. Das Problem ist wie vorher schon das Budget. Und ich hoffe, dass der ein oder andere Sponsor gesehen hat, das da noch was zu machen ist«, sagte Scholz.
Problem erkannt, Problem noch nicht gelöst. Gegen Schwelm müssen die Uni-Riesen am Samstag auswärts gegen den Tabellenführer ran, der seine ersten beiden Spiele deutlich gewonnen hat. Es wird wohl ein schwerer Saisonstart für den USC.
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