Eagles erstarren vor Meister

Wie dem Kaninchen vor der Schlange ist es den Bundesliga-Basketballerinnen des BBV Leipzig ergangen. Am Samstagabend erstarrten die Eagles förmlich vor Meister TV Saarlouis Royals und waren in allen Belangen unterlegen. Nach 40 ernüchternden Minuten, in denen der BBVL nur jeden vierten Wurf in den Korb brachte und auch von der Freiwurflinie keine 60 Prozent schaffte, stand eine ernüchternde 50:90 (25:44)-Niederlage auf der Anzeigetafel der Sporthalle Brüderstraße. Dennoch bleiben die Adler zunächst auf einem Nichtabstiegsplatz.  

Eagles erstarren vor Meister

Wie dem Kaninchen vor der Schlange ist es den Bundesliga-Basketballerinnen des BBV Leipzig ergangen. Am Samstagabend erstarrten die Eagles förmlich vor Meister TV Saarlouis Royals und waren in allen Belangen unterlegen. Nach 40 ernüchternden Minuten, in denen der BBVL nur jeden vierten Wurf in den Korb brachte und auch von der Freiwurflinie keine 60 Prozent schaffte, stand eine ernüchternde 50:90 (25:44)-Niederlage auf der Anzeigetafel der Sporthalle Brüderstraße. Dennoch bleiben die Adler zunächst auf einem Nichtabstiegsplatz.

„Es hätte nicht so deutlich sein müssen“, kommentierte Eagles-Coach Ritz Ingram die Pleite gegen die aufgrund von Verletzungen nur zu acht angereisten Gäste. „Um zu gewinnen hätten wir ein perfektes Spiel machen müssen. Das haben wir aber nicht und eine solche Mannschaft bestraft jeden Fehler sofort.“ Natürlich sei Saarlouis Meister und auch im Eurocup erfolgreich (Viertelfinale zum Greifen nah), aber so müsse man trotzdem nicht verlieren. „Niemand hat gut gespielt“, konstatierte der 59-Jährige weiter. „Aber etwas mehr Einsatz wäre schön gewesen.“ Beim Thema Einsatz hakte auch Tanja Maciej ein. „Es ist traurig fürs Team, so zu verlieren“, sagte die Kapitänin. „Einigen mangelt es offenbar an Einstellung.“ Sie hoffe daher, dass das in den nächsten Spielen besser laufe. „Denn die sind wesentlich wichtiger als das gegen Saarlouis.“ Warum die Eagles aber von Anfang an wie paralysiert auftraten, selbst die einfachsten Würfe vergaben und das erste Viertel über die Stationen 0:6 und 4:17 schließlich 7:24 verloren, konnte sie ebenso wenig erklären wie der Rest des Teams. „Ich weiß auch nicht, was da passiert ist“, meinte Katarina Flasarova, die zusammen mit US-Girl Amy Sanders die Hälfte der Leipziger Punkte erzielte.

Coach Ingram hingegen erklärte das wie folgt: „Saarlouis hat enormes Selbstvertrauen und strahlt das auch aus. Während wir zögern, ob wir den langen Pass spielen sollen, machen sie das und es klappt. Davon haben wir uns beeindrucken lassen.“ Zwar fing sich der BBVL in Viertel zwei und gestaltete dieses ausgeglichen (18:20), verfiel nach dem Seitenwechsel aber wieder in eine Starre. So mussten die gut 250 Zuschauer in der Brüderstraße mit ansehen, wie die Partie vollends zum Debakel wurde.
„Ich hoffe, dass wir damit das Mistbauen für den Rest der Saison weghaben“, so Ingram. „Wir müssen das abhaken, das Herz in die Hand nehmen und uns auf die nächsten Spiele konzentrieren.“ Denn schon das nächste bei den Wolfenbüttel Wildcats am Sonnabend (18 Uhr) könnte für die Adler zu einem ganz wichtigen werden. Nicht zuletzt, weil mit Donau-Ries ein direkter Konkurrent im Abstiegskampf überraschend in Freiburg gewann und nächste Woche den Aufsteiger Opladen empfängt.

BBVL: Sanders 15, Flasarova 10, Tajkov 6, Höfer 6, Van Doorn 3, Ta. Maciej 3, Diaz 2, Homolova 2, Opel 2, Rösner 1, Grevenstette, Ti. Maciej.
 



Nachricht vom 05.02.2010
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