BBV Leipzig Eagles
Adlern gelingt Auftaktsieg
BBVL schlägt Göttingen 73:64 / Mitte Oktober im Pokal gegen Rist Wede
Ritz Ingram ist ein Hellseher. Schon Mitte August hatte der neue Coach der BBV Leipzig Eagles
seinen Bundesliga-Basketballerinnen das Ergebnis des ersten Spieltages prophezeit. So fand sich in
den Unterlagen zum ersten Team-Meeting ein beispielhafter Auswertungsbogen, auf dem ein 75:64
eingetragen war. Das verfehlten die Adler mit ihrem 73:64-(24:30)-Auftaktsieg über Trinos Göttingen
beim Season Opening in Margung am Sonnabend nur um ein Haar. Dennoch punkteten dabei gleich
fünf Spielerinnen zweistellig.
„Das war ein guter erster Schritt, aber mehr nicht“, sagte der 58-jährige Amerikaner nach Abpfiff. „Wir
sind heute als Mannschaft ein Stück weiter gekommen, haben nach einer schwachen ersten Halbzeit
die richtige Einstellung und Kampfgeist gezeigt.“ Vor allem die Wurfquote und die Ballverluste waren
in den ersten 20 Minuten das Problem der Leipzigerinnen. So trafen gerade einmal 28 Prozent ihrer
Würfe das Ziel und man leistete sich zwölf Turnover. Im dritten und vierten Viertel kamen die Eagles
hingegen auf eine Trefferquote von 52 Prozent und gerade einmal auf sechs Ballverluste.
„Wir waren anfangs alle sehr nervös“, erklärt Twiggy McIntyre die schwache erste Hälfte. „Dass wir
dann noch gewonnen haben, ist unglaublich.“ Mit 20 Punkten, sechs Rebounds und vier Assists hatte
sie maßgeblichen Anteil daran. Einzig dem Fakt, dass es den Göttingerinnen nicht anders ging, hatte
es der BBVL zu verdanken, dass sich die Abschluss- und Reboundschwäche in den ersten
Spielminuten nicht gravierender auswirkte (13:15, 10.). Doch dann gewannen die Gäste aus
Niedersachen Oberwasser und holten sich die erste Halbzeit 30:24.
Danach ließ Leipzig Göttingens Spielmacherin Jennifer Kerns zu viel Freiraum. Diesen nutzte die
Amerikanerin eiskalt und streute drei Dreier in Folge ein. Das Ergebnis: ein 28:38-Rückstand (22.).
Besonders Conny Janzon übernahm nun Verantwortung und auch wenn einiges noch nicht
funktionierte, verhinderte die Nationalspielerin mit acht ihrer zehn Zähler in Viertel drei, dass das
Team von Trainer Vlastibor Klimes uneinholbar einteilte (44:51, 30.).
Unglaublich, was sich dann im letzten Abschnitt abspielte, der 29:13 gewonnen wurde. Während
McIntyre aus allen Lagen punktete, schrubbte Annika Danckert die Bretter. Mit Caro Sterner und
Elena Diaz wurde gemeinsam die Defense intensivert, aus der leichte und schöne Punkte entstanden.
Als Sterner mit der Sirene einen Dreier zum 63:57 (36.) traf, fingen auch die mitgereisten 20 Fans an,
an einen Sieg zu glauben. Zuvor hatte die Pokalauslosung bereits ergeben, dass der BBVL in der
zweiten Runde Mitte Oktober zu Zweitligist Rist Wedel muss.
BBVL: McIntyre (20 Punkte, 6 Rebounds, 4 Assists), Danckert (16, 11, 2 Blocks), Sterner (14, 6), Janzon (10, 8),
Diaz (10, 5, 3 Steals), Opel (2), Rösner (1), Odnovolenko, Maciej, Ullrich.
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