Zöllner-Denkmal bekommt Erläuterungstafel

Zöllner-Denkmal bekommt Erläuterungstafel

Am 25. September jährt sich zum 150. Mal der Todestag von Carl Friedrich Zöllner. Aus diesem Anlass soll an diesem Tag um 11 Uhr am Zöllner-Denkmal eine Hinweistafel der Öffentlichkeit übergeben werden.  

Zöllner-Denkmal bekommt Erläuterungstafel

Am 25. September jährt sich zum 150. Mal der Todestag von Carl Friedrich Zöllner. Aus diesem Anlass soll an diesem Tag um 11 Uhr am Zöllner-Denkmal eine Hinweistafel der Öffentlichkeit übergeben werden.
Der Zöllner-Männerchor Bernburg wird am kommenden Samstag die kleine Feierstunde musikalisch umrahmen. Anwesend werden auch zwei Urenkelinnen von Carl Friedrich Zöllner sein. Sie haben mit ihrer Spende maßgeblich die Anfertigung der Tafel ermöglicht. Die Leipziger Bürgerinnen und Bürger sind zu der Veranstaltung herzlich eingeladen.
Auf der Tafel wird folgender Text zu lesen sein:
Das Denkmal aus dem Jahr 1868 erinnert an den Komponisten Carl Friedrich Zöllner (1800 – 1860). Aus seiner Feder stammen bekannte Lieder wie „Das Wandern ist des Müllers Lust“. Er prägte wesentlich die Entwicklung der Männerchorvereine in Mitteldeutschland.
Das Leipziger Zöllner Denkmal wurde im Jahr 1868 im vorderen Rosental aufgestellt. Heute wird den meisten Betrachtern die lapidare Denkmalaufschrift „Zoellner“ wenig aufschlussreich sein. Dabei gilt Carl Friedrich Zöllner als Vater des deutschen Männergesangs, wirkte als Komponist und Chordirigent. Geboren am 17. März 1800 in Mittelhausen bei Sangerhausen, besuchte er seit 1814 die Thomasschule in Leipzig, um hier sein musikalisches Talent auszubilden. Von 1819 bis 1822 studierte er Theologie, gab dies aber wieder auf, da er bereits seit 1820 an der Ratsfreischule als Gesangslehrer unterrichtete. 1822 gründete er ein privates Musikinstitut, in dem man sich vor allem dem Chorgesang widmete. Elf Jahre später eröffnete er den ersten Männergesangsverein, dem zahlreiche Gründungen anderer Männerchöre folgten. Anlässlich Schillers 100. Geburtstag dirigierte er in einem Festkonzert zwanzig Gesangsvereine.
Nach seinem Tod schlossen sich diese Gesangsvereine zum so genannten Zöllnerbund zusammen, der bis 1945 bestand. Von den Zöllnervereinen, die damals in Mitteldeutschland gegründet wurden, existiert heute nur noch der Zöllner-Männerchor Bernburg.
Carl Friedrich Zöllner hat zahlreiche Kompositionen für vierstimmige Männerchöre geschrieben und verschiedene Chorsammlungen veröffentlicht. Seine bekanntesten Werke als Komponist von Chorwerken und Liedern sind „Wanderschaft“ (Das Wandern ist des Müllers Lust) und "Im Krug zum grünen Kranze", die noch heute gern gesungen werden.



Nachricht vom 23.09.2010
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