Leipzig stärkt Kreativwirtschaft: zwei Projekte erhalten EU-Förderung
„Creative Cities“ und „Second Chance“ heißen die zwei transnationalen Kooperationsprojekte mit Leipziger Beteiligung, die jetzt den Zuschlag des EU-Förderprogramms „Central Europe“ erhalten haben. Beide Partnernetzwerke nehmen derzeit ihre Tätigkeiten auf. Für die Leipziger Kultur- und Kreativwirtschaft besteht mit dem europaweiten Austausch innerhalb von "Creative Cities" und "Second Chance" Aussicht auf neue Impulse.
Im Netzwerk „Creative Cities“ werden sich in den Jahren 2010 bis 2012 die Städte Leipzig, Genua (Italien), Ljubljana (Slowenien), Pécs (Ungarn) und Gdansk (Polen) mit dem kreativen Potential in ihren Städten vergleichend auseinandersetzen.
Die Stadt Leipzig ist Leadpartner und wird von der Aufbauwerk Region Leipzig GmbH in der Koordination des Projektes unterstützt. Das Projekt läuft 3 Jahre und hat ein Gesamtbudget von insgesamt rund 2,55 Millionen Euro, wovon 600 000 Euro in Leipzig eingesetzt werden und ca. 300 000 Euro bei der Stadt liegen.
Das Vorhaben läuft in mehreren Phasen. So sind eine Bestandsaufnahme zur Kreativwirtschaft, die Förderung von Projekten und die Vorbereitung von Investitionen geplant. Mit Hilfe von "Creative Cities" soll unter anderem die Vernetzung und Außendarstellung der Leipziger Kreativwirtschaft verbessert sowie der Kreativstandort Leipziger Westen weiterentwickelt werden.
Neben den genannten Städten beteiligt sich der Deutsche Verband Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e. V. am Projekt. Zusätzlich wurde dem Vorhaben eine Förderung aus dem Bundesprogramm "Transnationale Zusammenarbeit" gewährt.
Parallel dazu demonstriert das Projekt "Second Chance" an fünf ausgewählten ehemaligen Industriestandorten die Umsetzung innovativer Konzepte der Wiederbelebung mit Kunst und Kultur. Leipziger Partner sind das Kunstzentrum Halle 14 der Leipziger Baumwollspinnerei und in koordinierender Funktion die Aufbauwerk Region Leipzig GmbH. Federführend ist die Stadt Nürnberg und die ehemaligen AEG-Werke Nürnberg. Weitere europäische Partner sind die ehemalige Fahrradfabrik ROG Ljubljana (Slowenien), das St. Lawrence Distrikt Krakau (Polen) und das Hafengelände Arsenale Venedig (Italien).
Das Projekt läuft 3,5 Jahre und hat ein Gesamtbudget von 2,88 Millionen Euro, wovon jeweils 170 000 Euro für bauliche Maßnahmen an den fünf Industriestandorten vorgesehen sind. Die Partner werden sich über ihre jeweiligen Nutzungsideen austauschen, um gemeinsam innovative und für die jeweiligen Standorte geeignete Management- und Finanzierungskonzepte für die nachhaltige Wiederbelebung als kulturelle und soziokulturelle Zentren zu erarbeiten.