Ausstellung »Wilhelm Haller – ein Leipziger Architekt in Tel Aviv«

Ausstellung »Wilhelm Haller – ein Leipziger Architekt in Tel Aviv«

Das Werk des jüdischen Architekten Wilhelm Haller (1884 – 1956) ist Gegenstand einer Ausstellung in der Unteren Wandelhalle des Neuen Rathauses Leipzig, die am 8. Februar, 16 Uhr, durch den Bürgermeister und Beigeordneten für Stadtentwicklung und Bau, Martin zur Nedden und den Geschäftsführer der Kulturstiftung, Dr. Wolfgang Hocquél, eröffnet wird und die bis zum 26. Februar zu sehen ist.

Ausstellung »Wilhelm Haller – ein Leipziger Architekt in Tel Aviv«

Das Werk des jüdischen Architekten Wilhelm Haller (1884 – 1956) ist Gegenstand einer Ausstellung in der Unteren Wandelhalle des Neuen Rathauses Leipzig, die am 8. Februar, 16 Uhr, durch den Bürgermeister und Beigeordneten für Stadtentwicklung und Bau, Martin zur Nedden und den Geschäftsführer der Kulturstiftung, Dr. Wolfgang Hocquél, eröffnet wird und die bis zum 26. Februar zu sehen ist. Alle interessierten Leipzigerinnen und Leipziger sind zur Eröffnung herzlich eingeladen.

Wilhelm Haller ist heute in Deutschland weitgehend in Vergessenheit geraten. Von 1911-1932 wirkte er in Leipzig, danach in Tel Aviv. Sein Leipziger Hauptwerk, die Feierhalle auf dem neuen jüdischen Friedhof, 1926 bis1928 im Stil des Art Déco erbaut, wurde in der faschistischen Pogromnacht vom 9. zum 10. November 1938 zerstört. In Tel Aviv, der „Weißen Stadt“, die heute zum UNESCO- Weltkulturerbe gehört, errichtete er eine Reihe von bemerkenswerten Wohngebäuden in der Formensprache der Moderne, die zusammen mit seinen anderen Bauten gezeigt werden.

Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit der Kulturstiftung Leipzig mit der Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa Bet Tfila an der Universität Braunschweig und dem Bauhauscenter Tel Aviv, wo sie im Sommer 2009 zu sehen war. Anschließend wurde sie in der Alten Nikolaischule Leipzig gezeigt.
 



Nachricht vom 03.02.2010
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