Vergabegremium VOL tagte zum 400. Mal

Vergabegremium VOL tagte zum 400. Mal

Das Vergabegremium VOL (Verdingungsordnung für Leistungen) der Stadt Leipzig entschied seit Juni 1993 über Lieferungs- und Leistungsaufträge mit einem Volumen von mehr als 587 Millionen Euro. Am 1. Februar tagten die Mitglieder des Gremiums zum 400. Mal.

Vergabegremium VOL tagte zum 400. Mal

Das Vergabegremium VOL (Verdingungsordnung für Leistungen) der Stadt Leipzig entschied seit Juni 1993 über Lieferungs- und Leistungsaufträge mit einem Volumen von mehr als 587 Millionen Euro. Die Mitglieder des Gremiums zogen aus Anlass der 400. Sitzung am 1. Februar  Bilanz:

Neben den 820 Vergabevorschlägen standen auch 926 Anträge zu beschränkten Ausschreibungen oder Freihändigen Vergaben auf der Tagesordnung.

Thomas Zeitler, CDU-Stadtrat und, nach dem Wechsel des langjährigen Vorsitzenden Michael Weichert, neuer Vorsitzender des Gremiums, unterstreicht: “Das Gremium achtet besonders darauf, dass unter Beachtung der Vergabevorschriften, die Aufträge möglichst an Firmen in der Region gehen. Das wird beispielsweise erreicht durch eine zweckmäßige Aufteilung einer Leistung in Lose. Damit haben auch die kleinen und mittelständischen Unternehmen eine Chance, diese Aufträge abwickeln zu können. Die öffentliche Hand bleibt ein wichtiger Auftraggeber für lokale Wirtschaft – trotz knapper werdender Haushaltsmittel – insbesondere in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.“ So wurden im zurückliegenden Jahr 2009 Vergabevorschläge in Höhe von insgesamt 45,3 Millionen Euro behandelt. Davon konnten Aufträge in Höhe von 39,0 Millionen Euro an Unternehmen in der Region vergeben werden, das sind 86 Prozent.

Das Vergabegremium VOL besteht aus acht Mitgliedern, darunter vier Stadträte aus den vier stärksten Fraktionen. Sie wachen über die korrekte Vergabe von Leistungen wie Gebäudereinigung, Bewachung, Transporte, Schul- und Sportmöbel oder von Fahrzeugen und Geräten für die Feuerwehr und für den Eigenbetrieb Stadtreinigung. Aktuell sind dies neben dem Vorsitzenden Thomas Zeitler, Heiko Bär (SPD), Reiner Engelmann (DIE LINKE) und Norman Volger (Bündnis 90/DieGrünen).

Seit reichlich elf Jahren nehmen mit Beobachterstatus auch Vertreter von Industrie- und Handelskammer sowie der Handwerkskammer an den Sitzungen teil. „Diese Einbeziehung sichert der kommunalen Auftragsvergabe die notwendige Transparenz und ermöglicht den Kammern Einfluss auf Ihre Mitglieder zu nehmen“ erläutert Thomas Zeitler. „Dies ist besonders auf Grund der strengen formellen Anforderungen in den Verfahren für die Unternehmen von großer Wichtigkeit“.

Der Zugang zu den Ausschreibungsunterlagen für die Unternehmen wurde wesentlich vereinfacht und erleichtert. So stelle die Stadt Leipzig alle Verdingungsunterlagen zu Ausschreibungen nach VOL seit Oktober 2006 in elektronischer Form und damit kostenfrei den Unternehmen zur Verfügung, informiert der Leiter des Hauptamtes, Dr. Christian Aegerter. Dieser Service würde von den Unternehmen gut angenommen, seit Januar 2008 „holten“ sich die Unternehmen die Ausschreibungsunterlagen nur noch elektronisch ab.
 



Nachricht vom 01.02.2010
zurück


nach Oben

    Praktikum beim Fernsehen