1. Internationale Demokratiekonferenz Leipzig eröffnet
Der Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, Burkhard Jung, hat am 22. Oktober die 1. Internationale Demokratiekonferenz im Leipziger Gewandhaus feierlich eröffnet. 20 Jahre nach den friedlichen Montagsdemonstrationen zieht die Konferenz kritisch Bilanz und zeigt Perspektiven und Potenziale für die Zukunft auf.
„Die Konferenz soll der Stimme der Demokratie, der Gewaltlosigkeit und der Kritik Gehör verschaffen“, so Jung in seiner Eröffnungsrede. Zwanzig Jahre nach der Friedlichen Revolution sei zwar viel erreicht, man dürfe den Zustand der Demokratie aber nicht schönreden. Leipzig sei der ideale Ort für eine Bilanz nach 20 Jahren demokratischer Erneuerung und einen kritischen Blick nach vorn.
Der Sächsische Staatsminister des Innern, Markus Ulbig, erinnerte in seinem Grußwort an den „Zauber gelebter Basisdemokratie“ vor 20 Jahren. Die besondere Rolle Leipzigs auf dem Weg zur Wiedervereinigung Deutschlands würdigte der Staatsminister bei der Bundeskanzlerin Hermann Gröhe. „Erst durch die Ereignisse in Leipzig entstand die Chance auf den Fall der Mauer und die Wiedervereinigung“.
Prof. Dr. Frank Häuser, Rektor der Universität Leipzig, brachte die wesentliche Frage der 1. Internationalen Demokratiekonferenz auf den Punkt: „Ob und wie das Erfolgsmodell Demokratie im Osten Europas angekommen ist, gilt es zu klären.“
Diese und andere Fragen diskutieren in Vorträgen und Podiumsdiskussionen hochrangige Referenten aus Deutschland und dem europäischen Ausland mit jungen Menschen und interessierten Bürgerinnen und Bürgern.
Veranstalter
Die Stadt Leipzig veranstaltet die Internationale Demokratiekonferenz in enger Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von Kooperationspartnern, u. a. mit dem Bundesministerium des Inneren, dem Freistaat Sachsen (Sächsische Staatskanzlei, Staatministerium für Wissenschaft und Kunst), der Bundeszentrale für politische Bildung, dem Forschungsinstitut der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, den Universitäten in Leipzig und Halle, dem Theodor-Heuss Kolleg der Robert-Bosch Stiftung, der Bürgerstiftung Leipzig und dem Sächsischen Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen.