Neue Kontakt- und Beratungsstelle im Leipziger Osten ist startklar
Das Streetwork-Team O.S.T des Jugendamtes eröffnete am 25. Januar seine neue Kontakt- und Beratungsstelle in der Eisenbahnstraße 11. Die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB) hat die Nutzung des Ladengeschäftes und eine darüber liegende Wohnung zur Miete angeboten. Bürgermeister Thomas Fabian dazu: „Das neue Domizil bietet mehr Platz und bessere Möglichkeiten. Nun ist wieder gewährleistet, dass das professionelle Angebot der Streetworker jungen Menschen mit Hilfe- und Unterstützungsbedarf zur Verfügung steht“.
Die Kontakt- und Beratungsstelle ist 150 Quadratmeter groß und verteilt sich auf zwei Etagen. Im Erdgeschoss befinden sich der Kontaktbereich, der Sanitärbereich und Mitarbeiterbüros. Das Obergeschoss teilt sich in Beratungsraum, Konferenzraum und Lagerräume. Die getrennten Bereiche ermöglichen parallel Beratung, Grundversorgung, Aufenthalt und anderes. Erfahrungsgemäß braucht es nach Eröffnung einer neuen Kontakt- und Beratungsstelle eine Zeit, ehe die Räume wieder von den Klienten angenommen werden.
„Der Leipziger Osten braucht uns.“ Davon sind die drei Streetworker Annette Junge, Willie Wildgrube und Stefan Klingner vom Team O.S.T überzeugt. Seit 1996 unterstützen und helfen sie jungen Menschen im Leipziger Osten, die mit verschiedensten Problemlagen wie Straffälligkeit, Vernachlässigung, Prostitution, Gewalt, Drogenmissbrauch, Straßenkarrieren und vielem mehr zu tun haben. Um sie nicht sich selbst zu überlassen, den sozialen Absturz zu bremsen und gesundheitliche Probleme überschaubar zu halten, wurde 2000 in der Eisenbahnstraße 74 ein kleiner Kontaktladen eröffnet. Viele junge Menschen erhielten dort Informationen, Beratung, Grundversorgung oder Spritzentausch. Das Angebot wurde von Anfang an gut angenommen und schnell reichte der kleine Kontaktbereich nicht mehr aus.
2008 begann die Suche nach neuen Räumen mit mehr Platz und Übersichtlichkeit. Es war nicht einfach, einen geeigneten Ort zu finden. Zahlreiche Gespräche im „Aktionsbündnis für mehr Sicherheit im Leipziger Osten“, einem Zusammenschluss von Akteuren vor Ort wie Polizei, Ordnungsamt, Drogenreferat, Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung, Referat Migration und Integration, Bürgervereine, Quartiersmanagement, Händlervertreter, Einrichtungen der Suchtkrankenhilfe und Jugendhilfe waren erforderlich.
Mit der Eisenbahnstraße 11 wurde nun eine gute Lösung gefunden. Nachdem die neuen Räume jetzt zweckmäßig umgebaut wurden, freuen sich vor allem die Sozialarbeiter und ihr Chef über das neue Domizil. Wiederanders: „Eine sehr gute Lösung, für unsere Arbeit bestens geeignet. Es wird Zeit, dass wir wieder auf die Straße kommen, denn wir werden hier gebraucht.“
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