Modellprojekt wird verlängert

Modellprojekt für Vertretungssystem in der Kindertagespflege soll verlängert werden

Oberbürgermeister Burkhard Jung hat sich in seiner Dienstberatung auf Vorschlag von Bürgermeister Thomas Fabian für die Verlängerung des Modellversuchs zur Einrichtung eines Vertretungssystems für die Kindertagespflege ausgesprochen.

Modellprojekt wird verlängert

Modellprojekt für Vertretungssystem in der Kindertagespflege soll verlängert werden

Oberbürgermeister Burkhard Jung hat sich in seiner Dienstberatung auf Vorschlag von Bürgermeister Thomas Fabian für die Verlängerung des Modellversuchs zur Einrichtung eines Vertretungssystems für die Kindertagespflege ausgesprochen. Es sollen noch mehr Erfahrungen gesammelt werden, um daraus zukünftige Handlungsempfehlungen abzuleiten.
Das Modellprojekt geht auf eine Entscheidung des Stadtrates aus dem Jahr 2008 zurück. Darin wurde der Verwaltung der Auftrag erteilt, ein effizientes Vertretungssystem für die Kindertagespflege zu entwickeln und modellhaft zu erproben.
„Auch Tagespflegepersonen können unvorhergesehen verhindert sein. Dann brauchen vor allem berufstätige Eltern eine weitere Betreuung für ihre Kinder. Diese wird durch ein Vertretungssystem gewährleistet“, erläutert Thomas Fabian.
Das Modellprojekt läuft seit dem 1. September 2009 mit Tagespflegepersonen, die vom Verbund kommunaler Kinder- und Jugendhilfe (VKKJ) betreut werden. Im Ergebnis der Prüfung mehrerer Varianten wurde die Schaffung von zehn Ersatzstützpunkten auf Stadtteilebene zur Vertretungsbelegung ausgewählt. Derzeit stehen je drei Ersatzstützpunkte in den Stadtbezirken Südwest und Nord sowie je zwei in den Stadtbezirken Süd und Ost zur Verfügung. Die Tagespflegepersonen in den Ersatzstützpunkten halten je einen Platz für Vertretungszwecke frei. Dafür erhalten sie ein Freihaltegeld in Höhe von 200 Euro monatlich. Alle Tagespflegepersonen des VKKJ wurden zum Verfahren und zu den vorhandenen Ersatzpflegestützpunkten informiert. Die Eltern wurden auf das Vertretungssystem im Bescheid zum Elternbeitrag vom Jugendamt hingewiesen.
Seit dem 1. September 2009 wurden 27 Vertretungsfälle geprüft. In 17 Fällen konnte eine kurzfristige Kontaktaufnahme und Vermittlung erfolgen. In zehn Fällen entschieden sich die Eltern gegen das Angebot, da andere Möglichkeiten der Betreuung durch die Eltern selbst gefunden wurden. Im Durchschnitt dauerte die Vertretung vier Tage. Die Kosten für den Modellversuch belaufen sich bisher auf rund 21.000 Euro.
Die Laufzeit des Modellprojektes soll bis Ende 2011 fortgesetzt werden. Dem Stadtrat wird bis Ende des vierten Quartals 2011 ein Abschlussbericht mit Handlungsempfehlungen vorgelegt.



Nachricht vom 22.09.2010
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