Ein Gedenkort für die Opfer von Kindereuthanasieverbrechen

Im Friedenspark soll ein Gedenkort für die Opfer der Kindereuthanasieverbrechen – als zentraler Gedenkort an die Leipziger Euthanasieverbrechen – entstehen. Dafür sprach sich Oberbürgermeister Burkhard Jung in seiner Dienstberatung auf Vorschlag von Bürgermeister Thomas Fabian aus.

Ein Gedenkort für die Opfer von Kindereuthanasieverbrechen

Im Friedenspark soll ein Gedenkort für die Opfer der Kindereuthanasieverbrechen – als zentraler Gedenkort an die Leipziger Euthanasieverbrechen – entstehen. Dafür sprach sich Oberbürgermeister Burkhard Jung in seiner Dienstberatung auf Vorschlag von Bürgermeister Thomas Fabian aus.

Allein in der Kindertötungseinrichtung der Heil- und Pflegeanstalt Leipzig-Dösen sind für den Zeitraum zwischen Oktober 1940 und Dezember 1943 insgesamt 551 Tötungen belegt. Die Mehrzahl der Opfer wurde auf kommunalen Friedhöfen beerdigt. Die größte Gruppe davon, mit etwa 100 Grabstätten, befindet sich auf dem für das Gedenken vorgesehenen Areal, dem ehemaligen Neuen Johannisfriedhof, dem heutigen Friedenspark.

„Der Gedenkort soll vorrangig mit Pflanzen gestaltet werden und damit ein lebendiges Gedenken versinnbildlichen“, erläutert Bürgermeister Thomas Fabian. Gesäumt von zwei Hecken schlängelt sich ein Weg, dessen Ende man nicht sieht, durch ein dichtes Gräserfeld. Zu Beginn des Weges wird eine Schriftplatte auf das Denkmal und die Opfer verweisen.

Der Bau des Gedenkortes soll bis zum 30. Oktober 2010 fertig gestellt werden – in Erinnerung an die Ermordung des ersten Kindes in Leipzig-Dösen im Oktober 1940.

Die Baukosten belaufen sich auf 35.000 Euro. Davon sollen 15.000 Euro über Spenden, 10.000 Euro über Fördermittel und 10.000 Euro als Eigenanteil der Stadt Leipzig bereitgestellt werden.

Die Verwaltungsvorlage soll voraussichtlich in der März-Ratsversammlung votiert werden.
 



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