Aktivitäten an der Georg-Schwarz-Straße

Aktivitäten an der Georg-Schwarz-Straße

An der Georg-Schwarz-Straße – im Integrierten Stadtentwicklungskonzept SEKo neben der Georg-Schumann-Straße als Magistrale mit Handlungspriorität definiert – bewegt sich etwas. Seit sich 2008 die Stadt und lokale Akteure zusammenfanden, um in einem Workshop erste konzeptionelle Ideen zur Revitalisierung dieser Straße zu entwickeln, entstanden in gemeinsamer Arbeit zunächst ein Grob- und später das jetzt im Entwurf vorliegende Feinkonzept. Erste Projekte wurden angeschoben.

Aktivitäten an der Georg-Schwarz-Straße

An der Georg-Schwarz-Straße – im Integrierten Stadtentwicklungskonzept SEKo neben der Georg-Schumann-Straße als Magistrale mit Handlungspriorität definiert – bewegt sich etwas. Seit sich 2008 die Stadt und lokale Akteure zusammenfanden, um in einem Workshop erste konzeptionelle Ideen zur Revitalisierung dieser Straße zu entwickeln, entstanden in gemeinsamer Arbeit zunächst ein Grob- und später das jetzt im Entwurf vorliegende Feinkonzept. Erste Projekte wurden angeschoben. Akteure vor Ort: das sind vor allem die Ev. Diakonissenkrankenhaus gGmbH, die Stadtbau AG, der u. a. mit dem HausHalten e. V. kooperierende kunZstoffe e. V., der Lindenauer Stadtteilverein e. V. und der Bürgerverein Leutzsch e. V., dessen Stadtteilladen in der Georg-Schwarz-Straße 122 ein wichtiger Anlaufpunkt für Bürger und Vereine ist. In Workshops und drei thematischen Arbeitsgruppen, die sich den Themenbereichen Gebäude, Verkehr und Städtebau widmen, wirken u. a. das Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung, das Stadtplanungsamt und die Akteure zusammen. Im Mai beschloss die Ratsversammlung, die Aufnahme des Areals um die Georg-Schwarz-Straße ins Bund-Länder-Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ zu beantragen.
Das Feinkonzept definiert drei räumliche Schwerpunkte: den Eingangsbereich der Georg-Schwarz-Straße an der Merseburger Straße, den Bereich um das Diakonissenkrankenhaus und das gegenüber liegende Wohnkarree zwischen den Straßen An der Lehde und Güntherstraße sowie den Bereich um das Leutzscher Einkaufszentrum. Ziel ist es, im Rahmen des Förderprogramms „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ in enger Zusammenarbeit mit den Akteuren leer stehende Gebäude zu reaktivieren, Haltestellen behindertengerecht auszubauen, Freiräume zu gestalten und Verkehrsprobleme anzugehen – etwa durch Einrichtung einer Tempo-30-Zone im Eingangsbereich der Georg-Schwarz-Straße, durch den Einbau von Querungshilfen und die Schaffung von Parkraum. Allerdings besteht aufgrund des noch nicht verabschiedeten Haushaltes Unsicherheit im Hinblick auf die Finanzierung der Eigenanteile.
Unter den in Vorbereitung befindlichen Projekten ist die Sanierung des Karrees gegenüber dem Diakonissenkrankenhaus das Gewichtigste. Die Stadtbau AG, die die Wohnblocks erworben hat, entwickelt hier ein neues Quartier: das „Brunnenviertel“. Die derzeit fast komplett leer stehenden gründerzeitlichen Wohnhäuser sollen saniert werden. Geplant sind verschiedene Wohnformen – vom generationsübergreifenden Wohnen bis hin zu Maisonettewohnungen – in unterschiedlichen Eigentumsverhältnissen. Die derzeit leer stehenden Läden sollen jungen Leuten mit unkonventionellen Ideen eine Chance bieten – vom Café bis zur Galerie und zum Künstleratelier. Derzeit entsteht ein erstes Beispiel dafür: das Anwohnercafé „Haustaucher“ in der Georg-Schwarz-Straße 56.
Angelaufen ist die Reaktivierung leer stehender Gebäude bzw. ungenutzter Ladenlokale. HausHalten engagiert sich zur Zeit bei der Wiederbelebung von zwei Wohnhäusern in der in der Georg-Schwarz-Straße und konnte bereits mehrere Wächterläden vermitteln, so etwa das „Fundbüro“ an der Ecke Spittastraße. Der Verein kunZstoffe betreibt seit 2009 in einem ehemaligen Uhren- und Schmuckgeschäft das „hinZundkunZ“ als Raum für Kultur und Begegnungen. Das daneben stehende Haus übernahm er in Erbpacht von der LWB und baute es als Zentrum für junge Kreative aus. Die ehemalige Volksbuchhandlung „Georg Schwarz“ wird z. Z. zu einem Manufakturladen umgestaltet.
Mit diesen und anderen Aktivitäten wird das Ziel verfolgt, an der Georg-Schwarz-Straße eine Entwicklung in Gang zu setzen, wie sie sich in Plagwitz vollzogen hat.



Nachricht vom 15.11.2010
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