Leipzig: Amokdrohung gegen Leibniz-Gymnasium

Amokdrohung am Leibniz-Gymnasium in Leipzig

Am Donnerstag sorgte eine Amokdrohung am Leibniz-Gymnasium in Leipzig für Aufregung.

Amokdrohung [Update]

Aufregung am Leibniz-Gymnasium, Polizeipräsident schreibt offenen Brief

Am Donnerstag sorgte eine Amokdrohung am Leibniz-Gymnasium für Aufregung. Die Schule erhielt eine schriftliche Warnung. Daraufhin setzte die Schulleitung in Absprache mit der Polizei den Unterricht aus. Letztere durchsuchte dann die Schulräume, fand aber glücklicherweise nichts Verdächtiges. Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt eingeleitet. Dem oder den Tätern kann im Falle einer Verurteilung eine Freiheitsstrafe von bis zu 3 Jahren drohen, dazu kommen erhebliche finanzielle Kosten, die durch den Polizeieinsatz entstanden sind. Die Schüler werden durch Lehrer und Psychologen betreut, der ausgefallene Unterricht soll nachgeholt werden.

Polizeipräsident Horst Wawrzynski hat nun einen Offenen Brief an die Eltern, Schülerinnen und Schüler und das
Lehrpersonal geschrieben. Hier der Brief im Wortlaut:

Sehr geehrte Damen und Herren,
wie Sie sicher den Medien entnommen haben, ist das Leibniz-Gymnasium für 13.01.2012 mit der Ankündigung eines Amoklaufes bedroht worden. Die Besorgnis vieler Eltern kann ich bestens verstehen. Uns muss bewusst sein, dass dies ebenso jede andere Schule hätte betreffen können. Mir ist es ein wichtiges Anliegen, der Schulleitung und der Lehrerschaft sowie der Sächsischen Bildungsagentur für ihr umsichtiges und verantwortungsbewusstes Handeln sowie die hervorragende Zusammenarbeit mit meiner Behörde zu danken. Der Umgang mit derartigen Ereignissen ist stets einzelfallbezogen zu behandeln. Die Sicherheit unserer Schülerinnen und Schüler, als auch des Lehrpersonals liegt wie uns allen, mir besonders am Herzen. Sie ist durch die enge Kooperation aller Verantwortlichen wie bisher auch in Zukunft gewährleistet. Dies gilt insbesondere für unser Leibniz-Gymnasium, für welches in den folgenden Tagen ein abgestimmtes Konzept umgesetzt wird, um einen ungestörten und sicheren Unterrichtsfortgang zu gewährleisten. Das gemeinsame Tragen von Verantwortung durch Schülervertretungen, Lehrerkollegien, Elternbeiräte und Polizei helfen dabei entscheidend, den ungestörten Schulalltag sicherzustellen. Aber ich bitte auch die Eltern, sich in diesen Prozess aktiv mit einzubringen und dem schulischen Alltag ihrer Kinder entsprechende Aufmerksamkeit zu widmen.

Ihr
Horst Wawrzynski
Polizeipräsident



Nachricht vom 13.01.2012
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