Kultur für alle
Gründung einer Kulturloge in Leipzig soll Bedürftigen kulturelles Leben erleichtern
Kostenlose Kultur für Bedürftige. Mit diesem Grundsatz fand am Donnerstag das Gründungstreffen für eine Kulturloge in der Region Leipzig statt. Ziel soll es sein, Menschen mit geringem Einkommen an kulturellen Veranstaltungen teilnehmen lassen zu können, ohne dass diese etwas dafür zahlen müssen. Das Prinzip der Kulturloge ist bereits in vielen Städten Deutschlands zu finden.
»Es funktioniert richtig gut. Es ist so, dass Leute erreicht werden, die vorher noch nie an Kulturveranstaltungen teilgenommen haben. Es geht sogar soweit, dass diese Leute sagen: Das war richtig toll und das will ich auch mal wieder machen! Sie versuchen dann eventuell das Geld zusammenzusparen, um sich selber mal eine Veranstaltung aussuchen zu können, die sie interessiert«, so die Vorsitzende des Ausschusses für Soziales und Verbraucherschutz im Sächsischen Landtag Heike Werner (DIE LINKE).
Das Prinzip der Kulturloge bietet nicht nur Bedürftigen Vorteile. Auch die teilnehmenden Kultureinrichtungen können ihren Nutzen daraus ziehen.
»Der Vorteil ist, dass man als Haus vor allem Leute ansprechen kann, die sonst gar keinen Zugang oder Anreiz hätten, ins Theater zu gehen. Für uns als Kinder- und Jugendtheater, ist es ein besonders wichtiges Anliegen, Kindern aus finanziell benachteiligten Familien Zugang zum Theater zu ermöglichen. Das ist das, was wir uns durch die Kulturloge wünschen und unterstützen möchten«, so Ellen Holland-Moritz vom Theater der Jungen Welt.
Bei dem Konzept der Kulturloge geht es nicht nur darum Freikarten zu verteilen. Darüber hinaus wird auch über kostenfreie Kulturveranstaltungen informiert.
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