es ist wieder warm im Norden
Fernwärmeversorgung funktioniert wieder
In Leipzigs Norden wird es wieder warm. Seit Montagnacht kurz vor zwölf Uhr ist die vollständige Fernwärmeversorgung der Stadt wiederhergestellt. Ein über 400 Meter langes Provisorium umgeht die beschädigte Stelle. Auch die Verkehrssperrung in der Berliner Straße wurde bereits in der Nacht zum Dienstag aufgehoben. Sie war wegen der Arbeiten an dem Provisorium notwendig geworden.
»Unsere Fernwärmeleitung ist massiv beschädigt und wir gehen jetzt daran, die Kernreparatur zu organisieren. Dadurch, dass wir das Provisorium gebaut haben, können wir jetzt die vollständige Fernwärmeversorgung übernehmen. Wenn wir die Reparatur durchführen, sind wir der festen Überzeugung, dass es nicht zu solchen langen Ausfällen kommen wird. Vielleicht sind wir mal ein oder zwei Stunden in lastschwachen Zeiten draußen. Das werden wir natürlich wieder frühzeitig den Menschen mitteilen. Aber ich glaube, viele merken gar nicht, wenn wir ein oder zwei Stunden die Fernwärme ausschalten«, so der Vorsitzende der Geschäftsführung der Stadtwerke Leipzig Thomas Prauße.
Für Bürger, die von der Havarie betroffen waren, bieten die Stadtwerke ihre Hilfe an. Wer sich im Zeitraum vom 20. bis 24. Januar ein elektrisches Heiz- bzw. Warmwassergerät gekauft hat, kann gegen Vorlage der Quittung bis zu 50 Euro des Kaufpreises geltend machen. Ein Antrag und nähere Informationen dazu sind auf der Internetseite unter www.swl.de der Stadtwerke zu finden. Oder man schaut persönlich vorbei.
»Wir haben deutlich gemacht, dass die Bürger, die diese Sofortleistung von uns in Anspruch nehmen wollen, sich bei uns im Kundenzentrum melden, die Quittung mitbringen und dann das Geld wiederbekommen. Völlig einfach und unproblematisch«, so Prauße weiter.
Bei Bauarbeiten auf dem Gelände der Deutschen Bahn am Freitag wurde ein Hauptrohr beschädigt. Das sorgte dafür, dass es in rund 4500 Haushalten in Leipzigs Norden kalt blieb. Obwohl der Baufirma Kartenmaterial über die genaue Leitungslage vorlag, wurde ein Stahlträger in die Erde direkt auf die Fernwärmeleitung gerammt. Die komplette Kernreparatur wird voraussichtlich bis Anfang März andauern.
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