Drogenpolitik Leipzigs neu ausgerichtet, neue Leitlinien empfohlen

neue Leitlinien empfohlen - Leipzig richtet Drogenpolitik neu aus

Drogenpolitik Leipzigs wird neu ausgerichtet - Stadt und Polizei wollen künftig besser und schneller zusammenarbeiten.

Drogenpolitik wird neu ausgerichtet

Stadt und Polizei legen Empfehlungen zur Neuausrichtung vor

Am Freitag stellten Sozialbürgermeister Thomas Fabian (SPD) und Polizeipräsident Horst Wawrzynski neue Konzepte in der Zusammenarbeit gegen die Drogenprobleme in der Stadt vor. Gemeinsam hat man dafür 13 Empfehlungen ausgearbeitet, an denen sich die Drogenpolitik nun orientieren soll. Ein darauf folgender Beschluss würde die Zusammenarbeit von allen beteiligten Gremien schneller und ergebnisorientierter gestalten.

»Wir werden die drogenpolitischen Leitlinien aktualisieren, auf der Grundlage eines breiten Diskurses mit allen Akteuren, die hier eine wichtige Rolle spielen. Die Stadtverwaltung wird einen ersten Entwurf vorlegen und den werden wir in den politischen Fachgremien diskutieren. Und ich gehe davon aus, dass es noch in diesem Jahr gelingen wird, der Ratsversammlung eine entsprechende Beschlussvorlage vorzulegen«, sagte Bürgermeister Thomas Fabian zuversichtlich.

Die Leitlinien sollen es möglich machen, auf aktuelle Probleme und Brennpunkte eingehen zu können. Zur Zeit stellt die chemische Droge Crystal Meth die Beteiligten vor die größten Probleme. Deren Nachfrage steigt zunehmend. Diese Droge ist sehr gesundheitsschädigend und hat ein sehr hohes Suchtpotential. Auch das immer geringere Einstiegsalter der Konsumenten stellt ein großes Problem dar.

Aber neben der Prävention und der Suchthilfe muss natürlich konkret gegen die Kriminalität vorgegangen werden. Einerseits müssen die Dealerketten der Drogenhändler zerstört werden. Andererseits will man die Bevölkerung vor der aggressiven Beschaffungskriminalität der Abhängigen schützen. Man hofft, in Zukunft gemeinsam schnell handeln zu können. So wie es auch schon im vergangenen Jahr mancherorts funktioniert hat.

»Im Bereich der Eisenbahnstraße hat es viele Probleme mit illegalen Drogen gegeben, gibt es auch heute noch. Aber da haben wir ein breites Aktionsbündnis, nicht nur von Stadt und Polizei, sondern auch von Bürgerschaft, Bürgervereinen und Geschäftsleuten, die dort vor Ort ansässig sind. Dieses hat erfolgreich zusammengearbeitet. Sollte es Entwicklungen in anderen Bereichen geben, werden wir die dort gemachten Erfahrungen auch übertragen und anwenden«, sagte Fabian weiter optimistisch.

Es sind viele Punkte, an denen Stadt und Polizei gemeinsam arbeiten wollen. Wann es eine Besserung der Drogenprobleme zu erwarten ist, wollte seitens der Polizei niemand voraussagen. Die vielen mitwirkenden Faktoren lassen nur vermuten, dass es noch ein langer Weg sein wird.



Nachricht vom 11.05.2012
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Stadt und Polizei legen Empfehlungen zur Neuausrichtung vor


Länge: 02:17 min
Bericht von: Karola Richter
Beitrag vom 11.05.2012

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