Ausstellung »Von Liebe und Zorn» in der BStU Außenstelle in Leipzig

Ausstellung Stasi BStU Verein Freiheit e.V. Erfurt Museum in der Runden Ecke

Ausstellung »Von Liebe und Zorn - Jung sein in der Diktatur» seit Donnerstag in der BStU-Außenstelle in Leipzig

Ausstellung »Von Liebe und Zorn«

Wie eine Gruppe Jugendlicher in der DDR (über)lebte

Vom Mut in der DDR anders zu sein erzählt »Von Liebe und Zorn - Jung sein in der Diktatur«. Die Ausstellung im Außenstelle für die Stasi-Unterlagen öffnete am Donnerstag ihre Pforten. Sie erzählt anhand vieler Privatfotos, persönlicher Dokumente und Auszügen aus Stasi-Akten das Leben einer Gruppe Jugendlicher in der DDR.

»Wir wollen damit vor allen Dingen junge Leute erreichen, Schüler die hierher kommen und sich vielleicht etwas angucken wollen, wie ihre Eltern in diesem Land früher gelebt haben«, so Marit Krätzer, Sachgebietsleiterin der Öffentlichkeitsarbeit.

Marina Böttcher und Uwe Kulisch vom Verein Freiheit e.V. sind die Kuratoren der Ausstellung und selbst Zeitzeugen. Beim Durchblättern von Fotoalben, die Nachlass eines verstorbenen Freundes waren, entwickelten sie die Idee, die Bilder im Rahmen einer Ausstellung lebendig werden zu lassen. Die insgesamt 19 Alben dokumentieren 10 Jahre Zeitgeschichte.

»Und aus dieser Zeitspanne, von 1973 bis 1983, kann man ein Leben einer Gruppe langhaariger Jugendlicher in der DDR nachvollziehen. Wir haben es dann erreicht, dass wir diese Ausstellung zusammen mit den Leuten kreiert haben, ihnen das vorstellten, was wir wollen und sie haben uns dann mit vielen Ideen bereichert.«, beschreibt Uwe Kulisch.

Der diktatorischen Erziehung zu trotzen, sich gegen die vom Staat verordnete Lebensweisen zu wehren, der Versuch das Anders-Sein im DDR-Alltag zu leben - dieses Bestreben kennzeichnete die Jugendzeit der Protagonisten - mit allen Konsequenzen wie Einschränkungen und Repressionsmaßnahmen.

»Das heißt hier wird nochmal deutlich, nicht nur die Stasi oder die SED waren die Übeltäter dieser Diktatur, sondern jetzt beginnt ja die neue Phase in der Geschichtsaufarbeitung, wo man sagt, wo ist das Volk, was diese Diktatur mitgetragen hat? Und genau da soll diese Ausstellung auch nochmal Impulse setzten, eben über diesen Blickwinkel hinaus«, so Uwe Kulisch.

Die Ausstellung gastierte bereits in Polen und Russland und hat noch bis zum 29. September in Leipzig geöffnet. Danach geht es weiter nach Wittenberg, Altenstieg und Magdeburg.

Der Eintritt ist frei.



Nachricht vom 05.08.2011
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Wie eine Gruppe Jugendlicher in der DDR (über)lebte


Länge: 02:00 min
Bericht von: Tina Orlowski
Beitrag vom 05.08.2011

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