200 Jahre Verlagsgeschichte
B.G. Teubner: ein erfolgreiches Leipziger Buchunternehmen
»200 Jahre B.G. Teubner«. Am Dienstagabend wurde im Haus des Buches eine Ausstellung zu einem der bedeutendsten deutschen Buchunternehmen des 19. und 20. Jahrhunderts eröffnet. Buchwissenschaftler Dr. Thomas Keiderling der Universität Leipzig führte in die Ausstellung ein.
»Herr B.G. Teubner ist ein Buchhändler, der ein Buchunternehmen vor 200 Jahren gegründet hat. Zunächst als Druckerei hat er dann im Jahr 1824 einen Verlag aufgesattelt und Schulbuchausgaben von lateinischen und griechischen Autoren der Antike herausgebracht«, erklärt Dr. Thomas Keiderling.
Im Verlauf der Jahre entwickelte sich B.G. Teubner zu einem führenden Schulbuch- und Wissenschaftsverlag. In der Zeit von 1902 bis 1954 publizierten 16 Nobelpreisträger im Verlag.
Die Firmengeschichte ist aufs Engste mit der Buchstadt Leipzig verknüpft. So pflegte Teubner eine enge Freundschaft zu Brockhaus.
»Beide Verlage haben sich zeitgleich hier in Leipzig niedergelassen und Teubner war es, der Brockhaus nach Leipzig geholt hat. Er hat gesagt: »Komm her nach Leipzig, hier bist du am rechten Platz!«. Sie haben die 200 Jahre immer so ähnliche Zäsuren erlebt - auch im 20.Jahrhundert. Beide Firmen sind im zweiten Weltkrieg zerstört worden, haben dann die »Deutsch-Deutsche-Teilung« erlebt und leben heute weiter unter fremder Flagge.«, so Dr. Thomas Keiderling.
B.G. Teubner ist von Springer Science+Business Media aufgekauft worden und verlegt nun seit 2008 wissenschaftliche Werke unter der dem Namen »Vieweg + Teubner«. Die Geschichte eines der ältesten Verlage Deutschlands ist damit noch lange nicht beendet und wird weitergeschrieben.
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