Wundermaschinen selber bauen: Weltpremiere mit Leonardo da Vinci
Brandneu sind diese Modelle und doch haben sie bereits eine 500-jährige Geschichte. Das Universalgenie Leonardo da Vinci zeichnete die Entwürfe für diese technischen Meisterwerke. Für die damalige Zeit wahre Wundermaschinen.
Jetzt kann sie jedermann Nachbauen – Erschienen sind sie als Modellbaureihe. In Holz und beweglich. Professor Horst Langer von der Fachhochschule Bielefeld ist da Vinci – Experte. Für ihn ist klar: Leonardo war seiner Zeit weit voraus.
»Wir sehen in Leonardo einen Ingeneur, der vor 500 Jahren gelebt hat. In Wirklichkeit stellen wir fest, dass alle seine Gedanken und Ideen, seine Konstruktionen und Visionen heute topaktuell sind. Und das macht den besonderen Reiz aus: es ist nichts Altes, sondern etwas Moderes, und man kann sich daran orientieren und selbst Visionen in die Zukunft senden«, erklärt Langer.
Präsentiert wird die Modellbaureihe der Firma Revell auf der diesjährigen modell-hobby-spiel Anfang Oktober in Leipzig. Die Publikumsmesse für Modellbau, Modelleisenbahn, kreatives Gestalten und Spiel.
Hier können die kleinen und großen Besucher gleich alles ausprobieren. Und das ist ganz im Sinne von Professor Langer, denn früh übt sich, wer ein Ingenieur werden will.
»Solche Modelle können motivieren und aktivieren, sich intensiv mit solchen technischen und ingeneurwissenschaftlichen Zusammenhängen auseinanderzusetzen und Spaß dabei zu haben. Und das Erfolgserlebnis, wenn es funktioniert, kann dermaßen motivieren, dass man möglicherweise in diese Fächer hineingeht und sogar Ingeneurwissenschaften studiert«, hofft Langer.
In Deutschland fehlen knapp 37.000 Ingenieure. Da kommt so eine Modellbau-Reihe gerade recht. Ein Spielzeug, das geschichtsträchtig und lehrreich zu gleich ist.
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