Kritik an geplanten Kürzungen bei Gleichstellungsinitiativen
Die Grünen kritisieren aus Anlass des Internationalen Frauentages am (morgigen) Montag die von der Staatsregierung vorgesehenen Kürzungen bei Initiativen zur Gleichstellung von Mann und Frau. Die frauenpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Elke Herrmann, sagte am Sonntag in Dresden, das Sozialministerium plane auf diesem Gebiet teilweise Einsparungen von bis zu 80 Prozent. «Damit werden die seit der friedlichen Revolution 1989 aufgebauten Strukturen gefährdet», sagte Herrmann.
Die bislang bekannten Kürzungen seien unverhältnismäßig. «Die Einschnitte in der Gleichstellungsarbeit bedeuten Kürzungen bei kleinen Projekten zahlreicher Fraueneinrichtungen und gefährden die Qualität der Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten der Landkreise und kreisfreien Städte», erklärte die Grünen-Politikerin.
Der Landesvorsitzende der Jusos Sachsen, Tino Bucksch, beklagte anlässlich des Frauentages, dass Frauen für gleichwertige Arbeit bis zu 26 Prozent weniger Lohn als ihre männliche Kollegen erhielten. Die Jusos setzten sich seit Jahren für gleichen Lohn für gleiche Arbeit bei Frauen und Männern, für eine Frauen-Quote in Vorständen, für bessere Karrieremöglichkeiten von Frauen und für eine gleichberechtigte Erziehungstätigkeit von Frauen und Männern ein.
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