Hitlers Schulen
neue Ausstellung im Schulmuseum
Eine Schule für die Elite des Führers. Am Montag eröffnet im Schulmuseum eine Ausstellung über die Adolf-Hitler-Schulen des Dritten Reichs in Sachsen. Die Ausstellung behandelt den Aufbau und die praktische Umsetzung des Lehrplans. Zugelassen wurde nicht der begabteste, sondern der arischste Schüler. Die Adolf-Hitler-Schulen bildeten eine klare Abgrenzung zu den staatlichen Napola-Internaten.
»Der konkrete Unterschied ist, dass die Adolf-Hitler-Schulen tatsächlich als Schulen der Partei geplant waren. Das heißt während heute das Bildungsmonopol beim Staat liegt und eine Partei nicht einfach ihre eigene Schule gründen könnte, war die Adolf-Hitler-Schule so konzipiert, dass sie nur von Hitlerjugend und NSDAP selbst dirigiert und geleitet worden ist« erklärte Kuratorin Agnes Scharnetzky.
Der Stundenplan an den Adolf-Hitler-Schulen gestaltete sich weltoffener als von den Nationalsozialisten erwartet.
»Weil man die Leute als Führungspersönlichkeiten haben wollte, hat man darauf geachtet, dass die Schüler sich auch mit anderen Ländern auseinandergesetzt haben. Zum Beispiel gab es Fremdsprachenunterricht - in Pirna war es Japanisch - der in anderen Schulen so nicht statt gefunden hätte. Das Ziel war, wenn der Krieg gewonnen ist, mit anderen Menschen sprechen zu können, etwa aus dem Kaiserreich Japan« erzählt Kuratorin Agnes Scharnetzky.
Die Wanderausstellung aus Pirna ergänzt die Dauerausstellung »Schule unterm Hakenkreuz« des Leipziger Schulmuseums. Sie läuft noch bis zum 14. April, der Eintritt ist frei.
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