Einmaliges Mauerstück auf Buchmesse
Am Donnerstag unterzeichneten der ehemalige Polnische Präsident und Friedensnobelpreisträger Lech Walesa sowie der Pfarrer im Ruhestand Christoph Wonneberger ein vom Leipziger Künstler Michael Fischer-Art gestaltetes Berliner Mauerstück. Im Rahmen der Veranstaltung "Mauerfälle" auf der Leipziger Buchmesse soll damit der friedlichen Revolution von 1989 und der Rolle Polens gedacht werden.
"Der 9. Oktober in Leipzig, wo die 70.000 Menschen auf der Straße sind und der 9. November in Berlin, wo die Mauer fällt, sind nicht denkbar ohne Polen und ohne Lech Wa??sa. Und diesen Bogen zu spannen von Polen über Ungarn, Tschechien, Russland, Amerika in die DDR, und das mit den Bürgerrechtlern wie Christoph Wonneberger, der heute hier auch unterschrieben hat, ist ganz wunderbar, erlebbar, anfassbar und auch für Schüler vermittelbar", so Oberbürgermeister Burkhard Jung.
Lech Walesa und Christoph Wonneberger, der 1989 die Friedensgebete in der Leipziger Nikolaikirche organisierte, reihten sich mit ihrer Unterschrift in eine Reihe mit Helmut Kohl, George Busch und Michail Gorbatschow. Auch Michael Fischer-Art zeigte sich von der Signierung seines Kunstwerkes durch die sogenannten Väter der Einheit begeistert: "Das war spektakulär! Wir haben wieder zwei Unterschriften dazugewonnen von bedeutenden Personen, die tatsächlich mit der Wende zu tun hatten. Das ist natürlich sensationell. Mich freut es immer wieder, wenn dieses Mauerstück ein weiteres Stück vollendet wird."
Das signierte Mauerstück wird im Rahmen der Wanderausstellung "Mauerfälle" 20 Stationen in Europa ansteuern.
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