Die Frage nach dem Toilettenpapier
Neue Sonderausstellung im GRASSI Museum wird eröffnet
Warum sieht ein Ding so aus wie es aussieht? Dieser Frage geht ab Donnerstag die neue Sonderausstellung »Die Essenz der Dinge. Design und die Kunst der Reduktion« im GRASSI Museum Leipzig nach.
»Es ist eine Ausstellung mit einem übergreifenden Thema: Was führt zur Reduktion der wesentlichen Eigenschaften in der Gestaltung? Und dies unter ökonomischen, ökologischen, funktionalen, aber auch unter ethischen und ästhetischen Fragestellungen«, beschreibt die Direktorin des GRASSI Museums der Angewandten Kunst, Dr. Eva Maria Hoyer.
Die vom Vitra Design Museum konzipierte Ausstellung spürt in einem Prolog und zwölf Kapiteln den Ursprüngen und Zielen der Konzentration auf das Wesentliche nach. So zeigt sie sowohl den Kaffeehausstuhl »Nr.14« von Thonet, das Feldbett des Königshauses Hannover um 1800 als auch die »unscheinbaren Helden des Alltages«.
»Es geht um Dinge, die man überhaupt nicht mehr hinterfragt. Warum sie so aussehen wie wir sie kennen, weil sie einfach nicht mehr zu vereinfachen sind und ihr Erscheinungsbild so komprimiert ist - zum Beispiel die Rolle Toilettenpapier...«, erklärte Dr. Eva Maria Hoyer.
In der groß angelegten Design³-Präsentation werden außerdem rund 170 alltägliche Exponate wie beispielsweise Kreditkarten, CD-Rohlinge, Toaster oder Schuhe gezeigt. Die Schau ist ab Donnerstagabend bis zum 16. September im GRASSI Museum zu sehen. Ein Besuch lohnt sich in jedem Fall.
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