Wandel der Arbeitswelt nach 1945
neue Wechselausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig
»Hauptsache Arbeit« heißt es seit Dienstag im Zeitgeschichtlichen Forum. Die neue Wechselausstellung zeigt den Wandel der Arbeitswelten von der Landwirtschaft bis zur Hochtechnologie nach 1945. Rund 600 Exponate bestehend aus künstlerischen Objekten und Medien wie Filmdokumentationen veranschaulichen den Wandlungsprozess dieser Zeit. Die Textil- und Bekleidungsindustrie zum Beispiel war ein wichtiger Arbeitgeber in der Nachkriegszeit. Viele Frauen erlernten das Nähhandwerk nur, um sich ein normales Leben leisten zu können. Die Ausstellung selbst legt Wert darauf, zu zeigen, wie sich die Arbeitswelt gleichzeitig in West- und Ostdeutschland veränderte:
»Das Besondere ist, diese Verbindung von einerseits einer historischen Ausstellung, die versucht den Strukturwandel einzufangen, aber eben auch und das war uns ganz wichtig immer auch die persönliche Perspektive zu nehmen. Arbeit gibt Identität - Arbeit vermittelt soziale Anerkennung, also als ein wirklich zentraler Wert«, sagte Christian Peters, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.
Die Ausstellung »Hauptsache Arbeit« kann man aber nicht nur anschauen, an der ein oder anderen Stelle muss der geneigte Besucher passend zum Ausstellungstitel auch arbeiten, um etwas zu erfahren. Ein weiterer Bestandteil der neuen Ausstellungsbereiche sind über 70 Interviews mit Zeitzeugen, die anhand ihrer Lebensgeschichten den Wandel in der Arbeitswelt verdeutlichen sollen. »Hauptsache Arbeit« ist noch bis Anfang Mai im Zeitgeschichtlichen Forum zu sehen. Der Eintritt ist frei.
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