»Von Leipzig in die Welt« und »Als wär`s ein Stück von mir« starten in Leipzig
Das Meissener Porzellan wird 300 Jahre alt. Zu diesem Anlass eröffnet das Stadtgeschichtliche Museum unter anderem zusammen mit der Leipziger Messe die Ausstellung »Von Leipzig in die Welt - Europas erstes Porzellan«. Nach seiner Erfindung in Dresden und der Produktion in Meißen wurde das Porzellan weltweit vor allem durch die Leipziger Messe verbreitet.
»Das besondere ist, dass erstmals diese Verbindung aufgezeigt wird, also Meissener Porzellan und Leipziger Messe. Sonst sind das immer sehr schöne Ausstellungen«, sagte Doris Mundus, Kuratorin der Porzellanausstellung. »Die Zimelien werden gezeigt. Bei uns ist das nicht so. Wir haben versucht die Neuheiten zu zeigen, die immer nach Leipzig kamen und von hier aus in die Welt gingen.«
So wie diese chinesische Wackelpagode, die von der Meissener Manufaktur bis in das 20. Jahrhundert in zwei Größen zu 18 und 31 Zentimetern hergestellt wurde, oder dieser Elefant, der vermutlich sein Vorbild in einer Kupferstichvorlage hatte. Insgesamt sind 13 Ausstellungsthemen mit etwa 400 Exponaten zu sehen.
Außerdem werden im Stadtgeschichtlichen Museum unter dem Motto »Als wär`s ein Teil von mir« 40 großformatige Fotografien von Gerhard Weber gezeigt. Der Fotograf begleitete zwischen 1988 und 1992 die Menschen, die an der Herstellung des Meissener Porzellans in unterschiedlicher Weise beteiligt waren.
»Diese Aufnahmen zeigen in der Regel die Beschäftigten der Manufaktur Meißen an ihrem Arbeitsplatz, aber auch bei Feiern und in ihrer Freizeit sowie einige Stillleben aus der Manufaktur«, so Christoph Kaufmann, Kurator der Fotografieausstellung.
Beide Ausstellungen werden am Donnerstag um 18 Uhr im Stadtgeschichtlichen Museum eröffnet und sind bis zum 5. September zu sehen.
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