Tag der offenen Tür in Nachbarschaftsschule
Eine Schule, die von Anfang an Schule machte: die Nachbarschaftsschule in Lindenau. Sie bietet Bildung von der ersten bis zur zehnten Klasse an, und bewegt sich dabei immer auf einem Experimentierfeld. Das konnten sich die Leipziger beim Tag der offenen Tür am Samstag mal selbst anschauen. Der Unterricht ist meistens sehr eigenwillig, und für viele Schüler daher genau das Richtige.
"Nachbarschaft ist für uns, dass man zusammen lebt und sich zusammen hilft in allen möglichen Situationen, also eigentlich miteinander leben - wie eine große Familie", sagen die Schülerinnen Natalie Palm und Hannah von Franz (9. Klasse).
Projekt-Unterricht ist Alltag in der Nachbarschaftsschule. Zensuren schwarz auf weiß gibt es nicht vor der siebenten Klasse. Entscheidend für Schüler und Eltern sind die Möglichkeiten nach Klasse 10. Hier arbeitet die Nachbarschaftsschule weiterhin daran, ihren Schützlingen einen direkten Übergang zu den weiterführenden Schulen zu ermöglichen, erklärt Wolfgang Knolle von der Initiative Nachbarschaftsschule:
"Nachdem der Hort jetzt in die sanierten Odermannhäuser gezogen ist und das zweite Gebäude saniert wird, hätten wir die räumlichen Möglichkeiten, die gymnasiale Oberstufe in unseren eigenen Schulgebäuden zu realisieren, und wir wünschen uns von der neuen Landesregierung, dass wir dabei viel Unterstützung erhalten."
Demnach bleibt abzuwarten, was politisch und baulich bis zum nächsten Tag der offenen Tür für die Nachbarschaftschule entschieden wird.
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