ein Großstädter auf dem Dorf

Markus Kavka stellt seinen Roman »Rottenegg« vor

»Rottenegg« ist kein verrottetes Ei, sondern der Schauplatz von Markus Kavkas erstem Roman. Der Moderator, DJ und Journalist erzählt die Geschichte des 40-jährigen Gregor Herzl, der sich nach einem Zusammenbruch in sein ober-bayrisches Heimatdorf zurückzieht. Eine weitere wichtige Rolle im Buch spielt die Musik. Kein Wunder, denn ein Leben ohne Musik kann sich Markus Kavka nicht vorstellen: »Das ...

ein Großstädter auf dem Dorf

Markus Kavka stellt seinen Roman »Rottenegg« vor

»Rottenegg« ist kein verrottetes Ei, sondern der Schauplatz von Markus Kavkas erstem Roman. Der Moderator, DJ und Journalist erzählt die Geschichte des 40-jährigen Gregor Herzl, der sich nach einem Zusammenbruch in sein ober-bayrisches Heimatdorf zurückzieht. Eine weitere wichtige Rolle im Buch spielt die Musik. Kein Wunder, denn ein Leben ohne Musik kann sich Markus Kavka nicht vorstellen:

»Das ging auch schon ganz früh los, dass ich als kleiner Junge schon vorm Radio saß und Tapes mitgeschnitten habe. Sobald ich das erste Taschengeld hatte, wurde es komplett in Platten umgesetzt. Und das ist heute auch nicht viel anders: das Taschengeld ist ein bisschen mehr geworden. Gott sei Dank! Sonst hätte ich irgendwas falsch gemacht.«

Richtig Bock auf einen Roman, so Kavka, hatte er eigentlich schon länger, aber es war halt nur eine Idee. Außerdem war auch was ganz anderes geplant, erklärte er:

»Ich hatte ursprünglich die Absicht mit meinem ehemaligen Programmdirektor ein Sachbuch über 15 Jahre Musikfernsehen zu schreiben. So in dem Sinne, dass wir jetzt mal den Deckel drauf machen und sagen, wie das alles war. Da haben wir aber sehr schnell festgestellt, man hätte sehr viele Leute anscheißen müssen, die unsere Wege gekreuzt hatten. Und die Rechtsabteilung des Verlags hat da schon graue Haare bekommen.«

Kavka fand allerdings einen anderen Weg neben dem hohen Maß an humorvoller Unterhaltung etwas Gesellschaftskritik zu äußern:

»Eigentlich fast nach der Hälfte ist das Buch ja total unlustig. Da ist es sehr, sehr ernst und genau das wollte ich ja zeigen: Dass es auch eine Kehrseite der Medaille gibt- nicht nur im Bezug auf diese Branche. Sondern auch auf diesen Kontrast Stadt- und Landleben. Es gibt ja viele, die annehmen, auf dem Dorf ist alles friedlich und kuschlig, da hat kein Mensch irgendein Problem. Aber ich habe lange genug dort gelebt, um zu wissen, dass es nicht so ist und das sollte in dem Buch auch rüberkommen«, so Kavka.

Die Tage auf der Buchmesse sind auch nicht unbedingt kuschelig, dafür aber umso spannender. Markus Kavka erklärte:

»Es ist ja zumindest mein erster Roman. Und es sind jetzt ganz viele Leute, die schon viele und sehr tolle Romane geschrieben haben. Und die bewundere ich für ihre Schreiberei. Jetzt hier ein kleines Lichtlein, ein ganz kleiner Teil davon zu sein, ist schon aufregend.«

Wer das kleine Licht Kavka auch live mal leuchten sehen möchte, am Samstag liest er um 21 Uhr auf der LitPop im Neuen Rathaus.



Nachricht vom 18.03.2011
zurück


nach Oben