8. März soll »schwarzer Montag« werden

8. März soll »schwarzer Montag« werden

Ein schwarzer Montag soll er werden, der 8. März. Denn schwarz sehen derzeit auch die Leipziger Kinder- und Jugendverbände. Denn die sächsische Landesregierung will die Etats der Verbände kürzen. Die Sucht- und Drogenberatung beispielsweise ist mit Kürzungen des Etats von 15 Prozent betroffen. Dachverbände wie der Stadtjugendring oder die Arbeitsgemeinschaft für Wohlfahrtspflege veranstalten daher ...

8. März soll »schwarzer Montag« werden

Ein schwarzer Montag soll er werden, der 8. März. Denn schwarz sehen derzeit auch die Leipziger Kinder- und Jugendverbände. Denn die sächsische Landesregierung will die Etats der Verbände kürzen. Die Sucht- und Drogenberatung beispielsweise ist mit Kürzungen des Etats von 15 Prozent betroffen. Dachverbände wie der Stadtjugendring oder die Arbeitsgemeinschaft für Wohlfahrtspflege veranstalten daher eine Kundgebung. Die Kürzungen sollen noch in diesem Jahr in Kraft treten, öffentliche Aufmerksamkeit muss her.

Die Geschäftsführerin des Stadtjugendringes, Anja Michael, kündigt den Ablauf des Tages an: »Am Montag soll es einen schwarzen Montag geben. Das heißt, Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sollen geschlossen bleiben. Unter anderem KiTas der freien Trägerschaft, Jugendclubs und Schulsozialarbeit und Ganztags-Angebote an Schulen sollen nicht stattfinden - um zu zeigen, was wäre, wenn es keine Kinder- und Jugendarbeit gäbe.«

Politischen Druck wollen die Organisationen damit ausüben. Nicht die Landesregierung allein solle entscheiden, sondern auch der Landtag müsse zustimmen - und dafür erst einmal darüber diskutieren.

Christian Kreusel von der Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände betont: »Ich kenne keine umfangreiche Diskussionen über die Nachhaltigkeit dieser Kürzungen. Im Moment wird nur gesagt, dass weniger Geld da ist und man deswegen weniger ausgibt. Das ist auch nachvollziehbar. Wir als Wohlfahrtsverbände möchten aber, dass über die Nachhaltigkeit dieser Veränderung diskutiert wird. Und wenn wir darüber sprechen, dass wir kürzen müssen in bestimmten Bereichen, müssen wir auch über die Senkung des Standards sprechen in Qualität und Quantität, sowie und über die Folgen, die daraus entstehen.«

Im Internet haben bereits 10.000 Nutzer mit ihrer Stimme protestiert und damit die Arbeit der Kinder- und Jugendverbände unterstützt. Informationen zum kommenden schwarzen Montag und dem Protest gibt es auf den Internetseiten des Kinder- und Jugendrings Sachsen unter www.kjrs-online.de.



Nachricht vom 05.03.2010
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Länge: 01:46 min
Beitrag vom 05.03.2010

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