Von Grasfröschen und Kleiderschränken - Sonja Winter gewinnt Poetry Slam
Mit rund 70 Besuchern war die Lehrbuchhandlung BuMerang der HTWK Leipzig bis auf den letzten Platz gefüllt, die Spannung war groß, das Ereignis am Ende viel umjubelt. Am 13. Mai fand mit großem Erfolg der erste Poetry Slam statt, den Studierende des Studiengangs Buchhandel/Verlagswirtschaft in ihrer Lehrbuchhandlung organisiert hatten.
Die Besucher freuten sich auf spannende, humorvolle, sarkastische und emotionale Texte von Anfängern und Profis. Los ging es mit vorbereiteten Texten der drei Slam-Teilnehmer Sonja Winter, Anne-Cathrin Stolze und Marcus Hottenroth. Anschließend war das Publikum gefragt – auf farbigen Zetteln galt es zwei Charaktere, Orts- und Zeitangaben zu notieren, aus denen die Buchhandels-Studentinnen und der angehende Wirtschaftsmathematiker in einer halben Stunde Texte zaubern sollten.
Während die drei über ihren vorgegebenen Begriffen schwitzten, lauschte das Publikum den beiden professionellen Slammern André Herrmann und Julius Fischer alias „Team totale Zerstörung“ und bekam beste Unterhaltung geboten. Aber auch die drei Slam-Teilnehmer hatten sich ins Zeug gelegt und tolle Texte verfasst – bei Vorgaben wie „Grasfrosch Fridolin“, „Kleiderschrank“ oder „nach dem Diskobesuch“ nicht einfach. „Es war ein bisschen knifflig mit den freien Begriffen“, meinte denn auch Sonja Winter.
Aber der Lohn für die Mühe folgte bald. Das Publikum stimmte mittels Lorbeerblättern ab und die zwei Damen lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Am Ende trennten sie nur fünf Lorbeerblätter: Anne-Cathrin Stolze errang den zweiten Platz und Sonja Winter durfte sich als Gewinnerin den „BuMerang-Hut“ aufsetzen. Alle Teilnehmer erhielten außerdem Gutscheine für die Lehrbuchhandlung.
Das Publikum war begeistert und auch die Organisatoren waren zufrieden: „Wir hatten mehr Teilnehmer als bei anderen Veranstaltungen und freuen uns über die tolle Resonanz. Vielleicht veranstalten wir in Zukunft in regelmäßigen Abständen Poetry Slams“, erklärte Katharina Boas, die gemeinsam mit Sarah Uhrhan den Abend auch moderierte.