Senioren im Mittelpunkt
Die Ausstellung wurde von drei Studierenden als Teil einer Lehrveranstaltung im Studiengang Museologie konzipiert. Die Studierenden möchten mit ihrer Ausstellung zur neugierigen Begegnung mit Senioren ermutigen.
Ältere Menschen finden manchmal wenig Beachtung, dabei sind ihre Erinnerungen und Erlebnisse nicht nur Teile ihrer persönlichen Biografie, sondern auch wertvolle Zeitdokumente. Für die Ausstellung wurden drei Senioren – zwei Frauen und ein Mann – im Alter von 59 bis 66 Jahren befragt, wobei die Ausstellungsmacher erstaunliche Geschichten aus deren Leben erfuhren. »Wer hätte das gedacht« erzählt von den Lebenswegen, den Lebenserfahrungen dieser drei Protagonisten und zeigt deren Lieblingsdinge – wie einen Fotoapparat aus den 1950er Jahren, der mehr als 20 Jahre lang gute Dienste geleistet hat, oder eine Mokkatasse, die ein Verehrer während einer gemeinsamen Reise aus einem Hotel in Damaskus entwendete.
In der Hörstation kommen die drei Älteren zu Wort, denen drei jüngere Menschen gegenübergestellt werden. Sie antworten auf Fragen nach der Zukunft und der eigenen Vergangenheit: wie sie ihre Zukunft sehen oder was sie von älteren Menschen gedacht haben oder immer noch denken. Ob sie ihr Leben noch einmal genauso leben würden und welche Werte sie für wichtig halten. Interessierte Besucher sind herzlich eingeladen, die Parallelen, aber auch Unterschiede zwischen den Generationen herauszuhören – und sich die eigenen Gedanken zu machen.
Die Ausstellung »Wer hätte das gedacht?« ist Teil einer Reihe von insgesamt neun Ausstellungen, die Studierende des Studienganges Museologie im Rahmen des Moduls »Museumsausstellungen« umsetzen. Unter Leitung von Professor Dr. Gisela Weiß und Julia Plato setzen sie sich mit Alltagsgegenständen und deren Bedeutungen auseinander. Ziel ist es, auf der Grundlage von museologisch theoretischen Überlegungen eine eigene Präsentation zu entwickeln. Dabei üben sich die Studierenden sowohl in der Konzeption als auch in der Realisation von Ausstellungen.
Wo? Foyer der Hochschul-Bibliothek, Gustav-Freytag-Straße 40
Wann? 28. Juni bis 23. Juli 2010, montags bis donnerstags von 9 bis 20 Uhr, freitags von 9 bis 15 Uhr
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