Kostbare Stoffe aus aller Herren Länder
Abendvortrag am 3. Mai: Seidengewebe des 13. bis 15. Jahrhunderts
Die Dekore der erhaltenen Seidengewebe des 13. bis 15. Jahrhunderts weisen einen großen, oft verwirrend fremdartig wirkenden Formenschatz auf. Sie bestehen meistens aus zwei bis vier Einzelmotiven, die so ineinander verschachtelt sind, dass das Ende eines Webmusters und der Beginn von dessen Wiederholung, der sogenannte Rapport im Gewebe, kaum zu erkennen ist.
Dieses scheinbare Wirrwarr lässt sich jedoch durch die Analyse verschiedener Einzelaspekte auflösen: Durch die geografische Zuordnung der Motive und die Bestimmung des Gliederungsschemas eines Dekors ist es in Verbindung mit technischen Details der Weberei fast immer möglich, ein Gewebe nicht nur zu datieren, sondern auch einem bestimmten Herstellungszentrum zuzuschreiben. Anhand von verschiedenen Geweben sollen die Grundlagen dieser Vorgehensweise im Vortrag erläutert werden.
Dieser Abendvortrag von Babette Küster M.A., Kuratorin Textil am Leipziger GRASSI-Museum für Angewandte Kunst, ist als ergänzendes Angebot für die Studierenden des Bachelorstudiengangs Museologie gedacht. Alle Interessierten aus der HTWK Leipzig und Gäste sind gleichermaßen herzlich willkommen.
Dienstag, 03.05.2011, Beginn 19:00 Uhr
Ort: Lipsius-Bau, Karl-Liebknecht-Straße 145, Hörsaal Li 415 (4. Obergeschoss)
Veranstalter: Studiengang Museologie in der Fakultät Medien, Professor Dr. Dr. Markus Walz
zurück


