Computerspiele auf dem Lehrplan
Partner dieser Veranstaltung sind Mitglieder des Leipziger Spiele-Stammtisches und Wissenschaftler der Technischen Universität Ilmenau und der Fachhochschule für Wirtschaft in Berlin. In Vorlesungen und auch in Spiele-Konstruktionsseminaren werden die gesellschafts-theoretischen Grundlagen vermittelt, und es werden ganz praktisch Spiele konzipiert. Dabei geht es um folgende Fragen: Wie wird bisher in Computerspielen mit Geld und Gold umgegangen? Was ist wirklich Geld? Wie muss ein Computerspiel aufgebaut sein, um echtes Spielgeld emittieren lassen zu können? "Die Veranstaltung wendet originäre Forschungsergebnisse der Autoren auf das Gebiet der Digitalen Spiele an und versucht - in Zusammenarbeit mit den Studierenden der verschiedenen Fachgebiete - diese durch Erprobung im Spiel weiter zu entwickeln. Vergleichbare Ansätze gibt es weltweit nicht", sagt einer der Initiatoren, HTWK-Professor Klaus Bastian. Höhepunkt der Vorlesungsreihe wird die "Lange Nacht der Computerspiele" am 26. April 2008 sein. Neben dem Einführungsvortrag "Vom Pixel-Dukaten zum Linden-Dollar" von Spiele-Journalist René Meyer um 16 Uhr wird ab 17.30 Uhr die ganze Nacht lang im Zuse-Bau der Hochschule (Gustav-Freytag-Straße 42a) durchgespielt. Dabei geht es auch um "3D-Welten und mehr", "Von Konsolen zu Mehrpersonen-computerspielen" und ganz wesentlich "Wie Studenten wissenschaftlich spielen". Zum Mitmachen aufgerufen sind Studierende, Lehrende, Gäste und natürlich Experten aus der Leipziger Szene. Konnte im Sommersemester 2007 ein Computerspiel konzipiert werden, das Kreditgeschäfte spielen lässt, allerdings noch ohne Geldnutzung, soll am Ende dieser Ringvorlesung ein darüber hinaus gehendes Spiel stehen, in dem mit "echtem Spielgeld" kreditiert und gehandelt wird. Den Organisatoren schwebt ein gesellschaftlich realitätsnahes Computerspiel vor. "Wer Gesellschaft so korrekt wie möglich in einem Computerspiel konstruieren will, der sollte wissen, wie Geld in einer Gesellschaft in die Welt kommt", sagt der Leiter des Studium generale an der HTWK Leipzig Hans-Ulrich Niemitz. Brettspiele wie Monopoly und Computerspiele wie z. B. World of Warcraft verklären aus seiner Sicht märchenhaft die Wirklichkeit, da hier das Geld einfach von der Bank oder in Form von Goldstücken vom Spielhersteller geliefert wird. "Da stellt sich doch unweigerlich die Frage, woher das Geld wirklich kommt", sagt Niemitz. Dem soll in der Ringvorlesung auf den Grund gegangen werden. Die Studierenden sollen Geld spielend begreifen und erkennen, welche Rolle es in einer Gesellschaft wirklich einnimmt. Nähere Informationen: Ringvorlesung
Prof. Hans-Ulrich Niemitz, Studium generale
Telefon: 0341/3076-6219, Mail: niemitz@r.htwk-leipzig.de
Prof. Klaus Bastian, Fachbereich Informatik, Mathematik und Naturwissenschaften
Telefon: 0341/3076-6432, Mail: bastian@imn.htwk-leipzig.de
HTWK Leipzig - Pressestelle
Cindy Heinkel
Telefon: (0341) 3076 - 6299
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