Alles nur geklaut
Eine Ausstellung im Studiengang Museologie der HTWK Leipzig
Egal, ob in der Bibel oder in ägyptischen Totentexten – für Diebstahl wurden schon in der Vergangenheit Strafen verhängt. Auch heute sind alle Formen des Diebstahls strafbar, dennoch ist er weit verbreitet. Allein 2009 wurden in Deutschland über 2,3 Millionen Diebstähle erfasst. Die Dunkelziffer liegt weit höher. Wir finden ihn in allen Gesellschaftsschichten und fragen uns: Hat nicht jeder schon einmal in seinem Leben etwas geklaut – sei es ein dringend benötigter Stift, das Druckerpapier oder auch eine Idee?
Die Ausstellung versucht die Motive und Intentionen der Täter zu beleuchten, doch auch die Opfer kommen zu Wort. Und natürlich wird Diebesgut gezeigt: vom »Klassiker« bis zum Kuriosen, vom Kugelschreiber bis zur Klobrille, von der Melodie bis zum Mercedesstern. Es werden Methoden zum Diebstahl und Diebstahlschutz erläutert, doch immer mit einem Schmunzeln – was ist anderes zu erwarten bei einem Ausstellungsteam, das sich selbst an die Nase fassen muss: Denn auch der Ausstellungstitel ist geklaut.
Die Eröffnung der Ausstellung war am Donnerstag, den 30. Juni, mit den Ausstellungsmachern Mattes Krausch, Julia Rotsch, Marc Viehweg und Manuel Vojtech. Zu sehen ist die Exposition noch bis zum 8. Juli montags bis freitags von 12.45 bis 13.45 Uhr sowie nach Vereinbarung im Lipsius-Bau, Karl-Liebknecht-Straße 145, Raum Li 312.
Die Schau ist Teil der diesjährigen Ausstellungsreihe der Museologiestudenten der HTWK Leipzig. Im Seminar »Museumsausstellungen« unter Leitung von Professor Dr. Gisela Weiß und Julia Plato wurden insgesamt sieben spannende Ausstellungsprojekte konzipiert und realisiert: vom Glück über Schmuck bis zur Geschenkkultur und dem heiklen Thema Diebstahl. Dabei übten sich die Studierenden in der gesamten Bandbreite der Aufgaben, die zum Ausstellungsmachen dazugehören.
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