Energiekennzeichnung in Autohäusern wird besser
Der Autohandel in Sachsen ist hinsichtlich der Energiekennzeichnung ein Stück kundenfreundlicher geworden. Nach den niederschmetternden Ergebnissen des letzten Jahres, als nur sechs von 29 Autohäusern die CO2-Angaben ordnungsgemäß auswiesen, hat der diesjährige Marktcheck zu etwas besseren Ergebnissen geführt. "Wir haben gesehen, dass unsere Marktwächterfunktion auf Erfolg stößt, denn einige Autohändler haben uns beim Betreten der Autohäuser sofort ihre Verbesserungen aufgezeigt", sagt Julian Fischer, Leiter des Klimaprojektes bei der Verbraucherzentrale Sachsen. "Zudem achten Verbraucher verstärkt auf den Spritverbrauch und die CO2-Emissionen der Fahrzeuge", so Fischer weiter.
Anfang April dieses Jahres hat die Verbraucherzentrale Sachsen in 29 Autohäusern stichprobenartig erneut überprüft, ob die Kennzeichnung der CO2-Emissionen die Vorgaben erfüllt. Laut der seit dem 01.11.2004 geltenden Verordnung zur Kennzeichnung des Energieverbrauchs müssen die Treibhausgasemissionen aller Neufahrzeuge gut sichtbar am Auto und im Autohaus ausgewiesen werden. Darüber hinaus ist den Verbrauchern auf Wunsch eine Übersicht mit den CO2-Angaben aller Neufahrfahrzeuge zu übergeben.
Die vorgefundene Kennzeichnung am Fahrzeug entspricht in 18 von 29 überprüften Autohäusern den Vorgaben. Außerdem wurde in 19 Fällen der CO2-Ausstoß korrekt im Autohaus ausgewiesen. Der Leitfaden ist inzwischen in fast allen besichtigten Verkaufsstätten (27 von 29) verfügbar. Bei einem genaueren Blick auf die Kombination aller drei Kriterien hat der Marktcheck aber gezeigt, dass immer noch nur ca. 40 % der Autohäuser (12 von 29) allen Anforderungen der Verordnung genügen. "Angesichts der immer noch unbefriedigenden Umsetzung der Energieverbrauchskennzeichnung sind die zuständigen Behörden in der Pflicht, die Rechte der Verbraucher bei den Autohändlern einzufordern", sagt Fischer.
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