Zeit zum »tic(k)en« mit Ticayo
das neue Jonglierphänomen feiert sein einjähriges Jubiläum
Made in Erzgebirge - Der neue Trend bei den Jonglierspielzeugen kommt nicht aus China, ist nicht aus billigem Kunststoff und feierte am Sonntag seinen ersten Geburtstag. Wie bei allen schönen Erfindungen gibt es hier auch eine schöne Geschichte. Alles fing in Spanien bei einer Konzerttournee an, wo der Schlagzeuger Tony Ramenda ein mexikanisches Kugelfangspiel geschenkt bekam. In seiner WG in Chemnitz kamen er und sein Mitbewohner Matthias nicht mehr davon los.
»Wir hatten dieses mexikanische Geschicklichkeitsspiel bei uns in der Wohnung. Zu meinem Geburtstag hatte Tony die geniale Idee, mir auch ein Ticayo selber zu bauen, weil wir ab und zu darüber gestritten haben, wer das Spielzeug am Wochenende mitnehmen darf. Tony hat mir dann ein Ticayo aus einem Holztrommelstock geschnitzt. Wir haben gesehen, dass wir die Kugel mit beiden Seiten fangen konnten und so sind wir auf die Idee gekommen, das Spiel weiterzuentwickeln«, erzählt Matthias Meister von TicToys.
Das Spielzeug an sich ist ganz einfach. Ein doppelseitiger Griff und eine bunte Holzkugel bilden ein Geschicklichkeitsspiel mit doppeltem Spaß. Um die Rohstoffe zu bekommen, mussten sie nicht einmal das Sachsenland verlassen. Die ganze Produktion läuft in verschiedenen Ortschaften des Erzgebirges ab.
»Wir sind unserer eigenen Anforderung gerecht geworden und haben uns vor allem hier in der Region Partner gesucht, mit denen wir das produzieren. Das Material kommt aus der Region, selbst das Holz und die Produktion werden in der Region verrichtet. Es ist uns sehr wichtig, dass unser Jonglierspielzeug eine Philosophie verkörpert und zwar die der nachhaltigen und sozialen Fernproduktion. Deshalb kann man das Ticayo mit gutem Gewissen spielen, was sicherlich bei vielen Spielzeugen nicht der Fall ist«, freut sich Tony Ramenda von TicToys.
Seit gut einem Jahr läuft das Geschäft und das Interesse am »tic(k)en«, wie sie diese Jonglierart nennen, hat die Grenzen Deutschlands überschritten. Zur ersten Geburtstagsfeier im Werk II lockte man Freunde und Ticayo-Fans zu einem Konzert mit drei Live-Bands an. Auf dem Programm stand zudem ein Dokumentarfilm über das Spielzeug und natürlich gab es eine »Tic(k)enrunde«, bei der sich viele zum ersten Mal am Ticayo versuchten. Backstage verrieten die Jungunternehmer, wie es jetzt weitergeht.
»Wir wollen das Ticayo weiterhin ankurbeln und es ist uns außerdem wichtig, dass wir nicht nur unsere Spielzeuge verkaufen, sondern es auch als Sportart zu etablieren. Unsere Mission ist also das Ticayo als Sportart bekannt zu machen«, so Meister.
Das Ticayo-Phänomen kommt momentan gut an und entwickelt sich weiter. Ticayo-Spieler laden Videos bei Youtube hoch und schlagen neue Tricks vor. Immer mehr Leute in immer mehr Ländern sind dabei, den Spaß am tic(k)en zu entdecken.
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