Vernissage »Begegnungen«
Die Fine Art Gallery zeigt Fotografien von drei Künstlern
Wie viele Stockwerke hat dieses Haus? Warum sieht man hier auf einmal doppelt? Und wenn man da nicht reinbeißen will. Aber das sind alles nur Fotografien. Am Donnerstag wurde die Ausstellung »Begegnungen« in der Galerie Fine Art durch Inhaber Bodo Hellmann eröffnet. Gezeigt werden Bilder von drei verschiedenen Künstlern. Thomas Heymann zeigt in seiner Kunst die Sicht auf Strukturen des Alltäglichen. Dass all seine Werke in Schwarzweiß gezeigt werden, hat einen besonderen Grund.
»Ich habe einmal ein Farbfoto gemacht, dass wunderschön und monochrom war. Allerdings hing irgendwo ein rot-weißes Absperrband und das Foto war nicht mehr. Das selbe Foto in schwarz-weiß störte überhaupt nicht. Da habe ich mir gedacht: Farbe kann stören und Farbe kann unterstützen. Bei der Struktur ist meiner Meinung nach die Farbe nicht das wichtigste, denn hier sind die Linien wichtig und diese kommen bei Schwarzweiß am Besten hervor«, sagte der Künstler Thomas Heymann.
Jill Luise Muessing brachte die Kunstliebhaber mit ihren aufwändig gestalteten Stillleben ins Staunen, während Peter Georgi mit seinen Bild-in-Bild-Werken verblüffte. Beim Blick auf die verschiedenen Fotografien stellt sich der Betrachter natürlich die Frage, wie die Künstler solche besonderen Momente eigentlich einfangen.
»Meistens ist es so, dass ich die Kamera mit habe. Ich bin irgendwo unterwegs, sehe etwas und dann fotografiere ich es. Die andere Möglichkeit ist, dass ich etwas gesehen habe und später noch einmal hinfahre und sage: das muss ich unbedingt fotografieren. Es ist aber auch schon passiert, dass mir der Blick durch die Kamera gezeigt hat: das haut einen nicht vom Hocker. Das passiert natürlich auch. Dieses Risiko muss man aber eingehen. Es ist so, dass man oft die Fotos haben muss und zu Hause kann man entscheiden, ob es etwas bringt oder nicht«, erklärt Thomas Heymann.
Mit großem Interesse lauschten die Besucher den Künstlern, die ihre vielfältigen Arbeiten erläuterten. Und danach ließ man sich noch tiefer in den Bann der Fotografien ziehen. Noch bis zum 16. September ist die Ausstellung in der FineArt Gallery zu sehen.
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