Leipzigs älteste Brunnen: der Villersbrunnen
Ein Brunnen als Gedenken an die Schwiegermutter und an die Frau. So eine Ehre wurde sicherlich nicht vielen Frauen zuteil. Die Verlagsbuchhändler Dürr und Geibel aber, widmeten ihr Werk den Frauen in ihrem Leben. 1903 errichtete der Bildhauer Max Unger auf ihre Initative den Villersbrunnen am Tröndlinring. Der Brunnen besitzt einen Unterbau aus Donaukalkstein, in dem sich drei verschlungene Delphine befinden. Darauf ist ein Wasserbecken mit einer trinkenden Frauengestalt befestigt. Als es an die Namensfindung für den Brunnen ging, einigte man sich auf den Namen Villersbrunnen. Dieser erinnert an die zwei Villersschwestern. Die ältere war die Schwiegermutter Geibels, die jüngere die erste Gattin Dürrs. Beide waren außerdem die ehemaligen Besitzerinnen des Grundstückes Tröndlinring 9, auf dem der Brunnen heute noch steht. Da dieser Platz ehemals Löhrplatz hieß, wurde der Brunnen im Volksmund auch Löhrbrunnen genannt.
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