Leipzigs älteste Brunnen: der Mägdebrunnen

Leipzigs älteste Brunnen: der Mägdebrunnen

»Oft am Brunnen, wenn es dämmert, Sieht man sie verzaubert stehen Wasser schöpfen, wenn es dämmert. Eimer auf und nieder gehen.« Diese Verse stammen vom österreichischen Schriftsteller Georg Trakl. In seinem Gedicht »Die junge Magd« schreibt er seine Eindrücke vom Mägdebrunnen nieder. 1906 wurde der Brunnen von der Stadt gebaut. Der Entwurf geht auf den Berliner Künstler Hermann Gladenbeck zurück ...

Leipzigs älteste Brunnen: der Mägdebrunnen

»Oft am Brunnen, wenn es dämmert,
Sieht man sie verzaubert stehen
Wasser schöpfen, wenn es dämmert.
Eimer auf und nieder gehen.«

Diese Verse stammen vom österreichischen Schriftsteller Georg Trakl. In seinem Gedicht »Die junge Magd« schreibt er seine Eindrücke vom Mägdebrunnen nieder. 1906 wurde der Brunnen von der Stadt gebaut. Der Entwurf geht auf den Berliner Künstler Hermann Gladenbeck zurück. Er gestaltete auch die bronzene Wasserträgerin. Sie stellt das Gretchen aus der Szene »Am Brunnen« in Goethes Faust dar.

Eine Gruppe auswärtiger Leipziger spendete das Geld für den Bau des Brunnens, um ihrer Heimat ein Denkmal zu setzen. Ein geistiges Denkmal setzte auch Trakl dem Mägdebrunnen. Die Magd beeindruckte ihn offenbar so sehr, dass sein Gedicht aus 18 Vierzeilern besteht. Es endet mit den Worten:

»Traumhaft klingt im braunen Weiler
Nach ein Klang von Tanz und Geigen,
Schwebt ihr Antlitz durch den Weiler,
Weht ihr Haar in kahlen Zweigen.«



Nachricht vom 03.09.2010
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Leipzigs älteste Brunnen: der Mägdebrunnen


Länge: 01:46 min
Bericht von: Sarah Klare
Beitrag vom 03.09.2010

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